Airdrops – jeden Tag erscheinen mindestens 10 bis 15 neue Aktionen, bei denen man kostenlose Tokens mitnehmen kann. Wer sich mit der Materie noch nicht so beschäftigt hat, wird sich erstmal fragen: Warum?! Zurecht – in der analogen Welt bekommst du mit etwas Glück höchstens kleinere Rabatte oder du kannst mit irgendeiner Form von Treuepunkten für Küchengeräte sparen.

Airdrop oder #FakeScam?

Verschenkt werden nur Probepackungen und – man könnte es bei dem Namen fast vermuten – Give Aways. Damit könnte man Airdrops aus Marketingsicht gut vergleichen. In der Regel mit den coolen Give Aways: der Minidose Energydrink, einer Parfumprobe, die für mehr als einen Abend reicht, oder einem Tütchen Katzenleckerlis. Wenn das Produkt gefällt, bist du eher bereit, Geld für eine echte Packung auszugeben. Aber bringen ein paar kostenlose Tokens dich dazu, in einen ICO zu investieren?

Möglicherweise ja.

Wenn du von dem Airdrop nichts erfahren hättest, würdest du den Token höchstwahrscheinlich gar nicht erst kennen. Wenn es dir nicht nur um die paar verschenkten Dollar geht, liest du das White Paper und setzt dich mit dem Konzept zum Projekt auseinander.

Es gibt aber auch noch einen anderen Grund, warum Unternehmen ihre frisch generierten Tokens verschenken: eine gesunde Verteilung. Die Tokens von einem Projekt sind wie Murmeln. Interessant wird es, wenn alle auf dem Schulhof welche in der Tasche haben und spielen können. Wurden alle Murmeln von nur zwei Schülern aufgekauft, kann der Rest lediglich zuschauen, bis einer alle hat und gar nichts mehr geht. Es sollten also möglichst viele Leute kleinere Mengen von Tokens haben. Nur dann werden sie nachkaufen, hodln oder traden können und wollen.

Zurück zum Vergleich mit den Give Aways. Neben richtig coolen Sachen gibt es natürlich auch sinnlose Proben: der halbe Tropfen Tagescreme in einer Folie, Make-Up im falschen Teint und, ähh… Was auch immer bei Männern eine ähnliche Enttäuschung bewirkt. Trotz dieser Enttäuschungen können wir davon ausgehen, dass uns die Unternehmen mit den Gratisproben nur verführen wollen. Nicht vergiften. Oder ausspionieren. Oder regelrecht berauben.

Diese Annahme können wir uns bei Airdrops leider nicht leisten. Wer bei der Cointrend 0 – 10.000 Challenge mitmacht, findet ausgewählte Airdrops im Telegramchannel. Wer mit anderen Seiten fremdelt (nur zu!) muss sich selbst vor Fakes, Scams und den ganz bösen #FakeScams schützen.

Wie und warum funktionieren FakeScams?

Sobald wir Menschen denken, dass wir etwas bedeutend günstiger oder sogar kostenlos erhalten, kommt eine gewisse Euphorie auf und setzt die Vernunft vorübergehend aus. Aus dem Grund kommst du manchmal mit Sachen nach Hause, die du zwar mit 50% Rabatt im Sale bekommen hast, aber eigentlich gar nicht haben wolltest.

Bei Airdrops kommt noch dazu, dass wir das Gefühl haben, nichts verlieren zu können. „Es ist doch eh nur meine Fake-Mailadresse, ich bin doch eh nicht mehr aktiv bei Facebook…“ Dies ist eine absolut tödliche Mischung. Im Netz sowieso und erst recht in Krypto.

Hier bist du nämlich völlig ungeschützt unterwegs. Wenn du deinen private Key verlierst, kann keiner den wie ein Kennwort zurücksetzen. Wenn du was an die falsche Adresse überweist: Großes Pech, Tokens wech. Dein Wallet ist auch nicht so privat wie dein Bankkonto: jeder, der die Adresse hat, kann hineinschauen.

Genau hier liegt die Gefahr bei Fakes. Während du fleißig den angepinnten Post teilst und am liebsten noch bei Bitcointalk deinen Telegramnamen hinterlässt, prüft der Scammer deine ETH-Adresse. Lohnt es sich, mehr über dich zu erfahren? Die Antwort wird sich nach dem Wert deiner ETH und deiner anderen Tokens richten.

Hast du ein Kennwort eingegeben? Haben deine Fake Accounts alle dasselbe Kennwort? Dann kann der Scammer (oder die Scammerin, #feminismus) jetzt schon in unterschiedlichen Kanälen herumschnüffeln. Je mehr Daten er sammelt, desto einfacher wird es, dich zu identifizieren. Sein nächster Schritt ist es, deine private Keys oder andere Daten zu klauen. Mit Phishing, Spyware und Malware/Ransomware wirst du zum Opfer – Beute sind deine Tokens und Coins, aber auch persönliche Daten.

Warum nennt Cointrend sie #FakeScams?

Wer das Team von Cointrend ein bisschen kennt, weiß, dass wir gerne auf Memes und Running Gags zurückgreifen. Wer Lotte kennt, weiß, dass sie viel redet und dabei nicht immer groß nachdenkt. So rutschte ihr in einem Meeting der Begriff #FakeScam raus, was sofort in die betriebsinterne Liste von Gags und Memes aufgenommen wurde. Hier sind auch Sätze wie „Und was ist mit Ripple?“ zu finden oder der Hashtag Aaaaaaaand it’s gone, mit dem Lotte auf raffinierte Weise Memes in die wöchentlichen News packt. Ja, Lotte schreibt hier und redet in der 3. Person über sich selbst. Hihi.

Zurück zum Thema: Wir nennen Scams #FakeScams, da wir das lustig finden.

Was wollen wir mit diesem Beitrag erreichen?

Wir wollen, dass du dich im Kryptoversum sicher und informiert bewegen kannst. Dazu gehört auch, spätestens seitdem wir unsere 0- 10.000 Challenge gestartet haben, der Bereich der Airdrops. Denn auch wenn wir uns größte Mühe geben, nur die besten Airdrops zu veröffentlichen, übersehen auch wir mal ein Warnungszeichen.

Wie bei ICOs gilt das Krypto-Motto DYOR – Do Your Own Research. Das können wir aber nur dann von dir verlangen, wenn wir dir auch zeigen, wie das geht. Deswegen fangen wir mit drei Checklisten an. Danach gibt es Beispiele aus der Praxis – hieran kannst du erkennen, wie mies die Scammer eigentlich vorgehen.

Übrigens fragt man sich bei Scams immer erst im Nachhinein, warum man die Zeichen nicht gesehen hat. Einmal als Screenshot in einem neuen Kontext wimmelt es vor Hinweisen. Wenn du aber schnell noch einen Airdrop mitnehmen willst, guckst du wahrscheinlich nicht so kritisch. Unsere Devise: Nimm dir immer ausreichend Zeit, um jeden Schritt zu prüfen.

1. Die So-Solls-Sein-Liste

  • Der ICO (bzw. TGE), PreSale, Private Sale, usw. ist demnächst geplant oder läuft gerade
  • In der Übersicht der Tokenverteilung (token distribution) ist ein Prozentsatz für den Airdrop oder das Bounty-Programm reserviert
  • Im Optimalfall: Airdrop oder Bounty wird auf der Projektseite erwähnt und verlinkt
  • Die social media Accounts sind gleich: Telegram, Twitter, Facebook usw. verlinken auf dieselben Seiten wie der Airdropbot oder das Formular
  • Die social media Accounts enthalten glaubwürdigen Content. Twitter hat eine Mischung aus Tweets und RTs. Facebook Feed ist gepflegt
  • Schau auf das Alter der Accounts. Sie sollten nicht Jahre älter als das Projekt sein, aber erst recht nicht gleichzeitig mit dem Airdrop auftauchen
  • Es gibt Kontaktmöglichkeiten zum Team: du kannst eine E-Mail schicken, einen Admin bei Telegram direkt anpingen, oder dich in Discord/Slack anmelden
  • Ein White Paper oder zumindest ein One Pager ist vorhanden und das Konzept ergibt einen gewissen Sinn
  • Die Anzahl von Sprachfehlern hält sich in Grenzen
  • Smart contract mit den Tokens hat eine glaubwürdige Transaktionsaktivität

Wenn du nicht alle Punkte abhaken kannst, ist der Airdrop noch kein #FakeScam. Dies sind nur ein paar Indizien, die dir bei der Einschätzung helfen können. Die meisten Sachen sind auch logisch: In einem ICO werden Tokens generiert und verkauft, oft werden unverkaufte Tokens verbrannt. Ein Airdrop nach einem ICO ist entsprechend unlogisch.

Bei manchen Projekten hat social media Marketing nicht wirklich Priorität. Dennoch wirst du fake Accounts schnell genug erkennen. Wenn das Projekt seit gestern bei Twitter ist und der Inhalt aus 1.000 willkürlichen Retweets besteht, bist du wahrscheinlich kurz davor, einen #FakeScam zu folgen.

Der smart contract ist nicht immer bekannt, aber wenn du die Adresse hast, ist es ein toller Indikator. Wenn du die Adresse auf Etherscan.io oder Ethplorer.io eingibst, bekommst du die wichtigsten Daten. Wann wurde der Token erstellt? Stimmt die Gesamtmenge? Über wie viele Adressen sind die Tokens verteilt? Sind die ersten Transaktionen älter als das Projekt? Oder werden immer Tokens im Wert ab der Mindestinvestition verschickt? Alles sinnvolle Fragen.

Aber was ist, wenn du dir wirklich nicht sicher bist? Dann gibt es ein paar K.O.-Argumente, *nicht* einzusteigen. Schauen wir uns die wichtigsten Warnzeichen an.

2. Die Absolute-No-Go-Liste

  • Du sollst deinen private Key eingeben
  • Du sollst deine mnemonic Phrase, auch mal SEED oder „Recovery Phrase“ genannt, eingeben. Das ist die Liste willkürlicher Worte, die du manchmal bei der Erstellung eines Wallets erhältst
  • MetaMask warnt dich vor Phishing
  • Dein Browser erkennt (Mining) Malware. Malware ist generell schlecht für deinen Rechner, mit Mining Malware schürfen Scammer mit deiner Rechenleistung Coins, in der Regel Monero
  • Du sollst auf einer ungesicherten Seite Daten eingeben. Check oben im Browser immer, ob das kleine Vorhangschloss grün und geschlossen ist. Die URL sollte mit https und nicht nur http anfangen
  • Die URL ist gefälscht. Du wolltest zu cointrend.de, aber bist irgendwie auf coointrend.de oder cointrend.info gelandet
  • Es wird ein bereits etablierter Token/Coin gedropt (BTC, ETH, …)

Die No-Gos mögen etwas plump klingen, aber kommen viel öfter vor, als du denkst. Wer trotz einer Warnung von MetaMask seine Daten eingibt, ist sehr unvorsichtig. Gefälschte URLs sind schon mal schwieriger zu erkennen – prüfe deswegen immer nochmal über Google oder bei Twitter, ob die Seite eine .com und nicht .io Domain hat.

Etablierte Coins und Tokens werden nicht gedropt. Warum auch? Airdrops sind für Tokens und Coins von Projekten, die noch in den Kinderschuhen stecken. Bitcoin und Ether sind die Bezahlmittel, mit denen du weitere Tokens kaufen kannst. Tokens können allerdings sehr ähnliche Namen haben, wie Bitcoin Token oder EtherC.

Zwischen den großen JAs und NEINs gibt es auch eine Grauzone mit typischen Airdrop-Eigenschaften, die wir nicht direkt als gut oder falsch einstufen können.

3. Die Naja-Lieber-Nicht-Liste

Diese Liste sollte dir eine Idee geben, aus welchen Gründen viele Airdrops unsere Auswahl nicht schaffen.

  • Als Beweis deiner Teilnahme solltest du bei Bitcointalk deine Daten posten.
    Die sogenannten „Proof of Participation“-Nachrichten werden bei manchen Airdrops vorausgesetzt. Du solltest deine Daten, nicht selten deinen Telegramnamen und ETH-Adresse sowie deine Twitter- und Facebookseite. Diese Daten sind öffentlich einzusehen, denn auch ohne Account kann man sich Bitcointalk Threads angucken. Das ist nicht nur ungünstig, sondern auf der Plattform auch gar nicht erwünscht. „I joined…“ Posts werden als Spam markiert und nicht selten wird dein Account nach 2-3 Mal gesperrt.
  • Du schickst nur ein Google Formular ab und hast keinen Account/Bot
    Es muss nicht per se ein Scam sein, wenn du keinen Account anlegen kannst. Allerdings hat man doch ein bisschen ein mulmiges Gefühl, wenn es nicht mal eine Bestätigungsmail gibt. Guthaben und eventuelle Referrals oder Boni lassen sich nicht prüfen und deine Teilnahme lässt sich nicht beweisen. Diese Drops kommen nur in den Channel, wenn die Tagesernte ansonsten gar nichts hergibt.
  • Du sollst deinen Telegramnamen ändern
    Einige Projekte wollen, dass du den Token in deinen Screenname aufnimmst. So wird aus „Lotte“ dann “Lotte TokenA“. Mit jedem Airdrop kommt aber noch was hinzu, bis es auf „Lotte TokenA | TokenB ICO | CoinC“ hinausläuft. Wir wollen nicht als digitale Werbeschilder durch Telegram laufen, also lassen wir diese Drops immer sein. Das heißt nicht, dass es #FakeScams oder schlechte Projekte sind – wir mögen nur dieses Username-Marketing nicht.
  • Du solltest bis zum ICO ein aktives Mitglied der Community sein

Diese Voraussetzung ist überhaupt nicht scammig – es ist nur für uns zu aufwändig, in allen Kanälen aktiv zu sein. Filtere mal die Airdrops nach „aktiv“ und stelle dir vor, dass wir dort täglich in allen social media posten müssten. Oft sind Projekte mit dieser Voraussetzung recht technisch angelegt. Die Belohnung ist dafür meistens auch etwas höher als der Durchschnitt (>10 USD).

Wo sind meine Tokens?! – die Ausbezahlung

Bevor wir uns mit den Praxisbeispielen beschäftigen, setzen wir uns nochmal kurz mit der Ausbezahlung der Tokens auseinander. Diese gestaltet sich meistens easy, manchmal kompliziert und fällt gelegentlich komplett aus.

1. Die automatische Auszahlung

Die Methode, die wir alle lieben. Du hast dich für den Airdrop angemeldet und alle Aufgaben erledigt. Nach dem ICO werden deine Tokens ohne weitere Fragen auf dein ETH-Wallet überwiesen. Das Kürzel (Symbol) und die Adresse werden dir im Etherscan.io und Ethplorer.io und auf der jeweiligen Airdropseite von Cointrend angezeigt. Mit den Daten kannst du die Tokens in deinem Wallet (z.B. MetaMask) anzeigen lassen.

2. Die Panik-Aufgabe

Manchmal werden in einem Airdrop zu viele fake Accounts und Bots erkannt. Das Projekt muss entscheiden: sie können den Airdrop abbrechen, oder die echten Teilnehmer eine zusätzliche Aufgabe machen lassen. Oft ist dies einen human test im Telegrambot oder du musst in irgendeinem Thread irgendwas posten. Wenn dein Eintrag anerkannt wird, läuft der Airdrop weiter wie geplant.

3. Die umständliche Auszahlung

Es gibt Airdrops, in denen die Auszahlung nicht automatisch geht. Es kann vorkommen, dass du die Transaktion selber einleiten musst (und dabei die Transaktionskosten auch bezahlst). Manchmal werden Tokens nur in einer bestimmten App ausgezahlt, oder – und das ist bei neuen Exchanges meistens der Fall – die Tokens liegen in deinem Dashboard/Wallet vom Projekt. Meistens wird dies schon klar, wenn du die Airdrop-Regeln liest. Bei einem Projekt wie DateCoin wurde es erst *nach* dem Airdrop klar, dass die Tokens nicht an die ETH-Adressen gehen. Das war dann wieder etwas scammig.

4. Die Garnicht-Auszahlung

Wenn ein Projekt ein #FakeScam ist, werden die Tokens gar nicht ausgezahlt. Es gibt aber auch Situationen, in denen Airdrops storniert werden.

Airdrops finden in der Regel parallel zum ICO statt. Die meisten Projekte versuchen mit einem ICO Startkapital einzunehmen, um damit dann ihr Produkt zu entwickeln. Der Mindestbetrag, der für die Umsetzung des Projektes notwendig ist, nennt sich der Soft Cap.

Wenn der Soft Cap nicht erreicht wird, wird meistens der Stecker gezogen. Investoren bekommen ihre Investition (FIAT oder Krypto) wieder zurück, Bounty und Airdrop werden abgebrochen. Teilnehmer werden über unterschiedliche Kanäle informiert, ihre persönlichen Daten gelöscht und das war’s.

Ähnlich kann es kommen, wenn sich herausstellt, dass ein zu großer Teil der Teilnehmer Bots sind. Da es je nach Anmeldungssystem schwer ist, diese auszusortieren, werden manche Airdrops nach der Feststellung komplett abgesagt.

Keine Tokens, aber auch kein #FakeScam.

Konkrete Warnzeichen aus der Airdrop-Praxis

1. Über Airdropseite im Wallet anmelden

Auf der Seite oder im Airdropchannel deines Vertrauens wird einen Airdrop beworben. Um

teilnehmen zu können, musst du dich direkt auf der Seite anmelden. Du klickst den Link, aber

MetaMask stellt sich quer:

: Der Ethereum Phishing Detector von MetaMask wurde aktiviert
Der Ethereum Phishing Detector von MetaMask wurde aktiviert

Die richtige Reaktion:

Da MetaMask Ethereum-Phishing vermutet, lässt du Finger von der Seite. Du gehst nochmal zurück zum Link und prüfst, ob da was auffällt. Du warnst den Admin per Mail oder PM.

2. Dein Ether Wallet bestätigen

Im Airdropbot oder per Mail erscheint eine Nachricht: Du musst dein Wallet bestätigen. Das geht,

indem du eine Nachricht als Transaktion verschickst. Am besten schreibst du in der Nachricht deinen

Username, damit dich das Team eindeutig zuordnen kann. Dies ist Schwachsinn, aber gehen wir

davon aus, dass du deinen ersten Kaffee noch nicht getrunken hast und den Link klickst. Der führt zu MyEtherWallet (MEW), wo dir die folgenden Methoden angeboten werden:

Zugriffsmethoden Ether-Wallet
Zugriffsmethoden Ether-Wallet

Die einzige sinnvolle Option im Rahmen eines Airdrops wäre die letzte. Aber… da bekommst du lustigerweise eine Fehlermeldung. Warte mal. Hat MEW nicht viel mehr Optionen? JA! Guten Morgen!

Zufälligerweise sind alle sichere Optionen, wie MetaMask, Ledger, Digital Bitbox und Secalot weg.

Die echte MEW-Auswahl bietet nämlich immer diese Liste an:

MyEtherWallet Methoden
MyEtherWallet Methoden

Die riskantesten Methoden werden von MEW immer markiert. Klickst du auf den Fragezeichen, wird dir erklärt, was Probleme bereiten könnte. „Diese Methode wird nicht empfohlen. Es ist gefährlich, deinen private Key auf einer Webseite einzugeben. Wenn unsere Seite angegriffen wird, oder du versehentlich auf einer anderen Seite bist, können deine Tokens gestohlen werden.“

MetaMask Warnung bei unsicheren Methoden
MetaMask Warnung bei unsicheren Methoden

Die richtige Reaktion:

Du schaust nochmal ganz kritisch auf die URL, denn eigentlich verwendest du immer eine sichere Methode, um an deine Tokens heranzukommen. Dann fällt es dir auf > du bist gar nicht auf der MEW-Seite, sondern auf einer betrügerischen Kopie: myétherwaŁlet.com

Klassische MEW-Kopie
Klassische MEW-Kopie

Du schließt die Seite und warnst den Admin vom Airdropchannel per Mail oder PM. Du sperrst den Bot und löscht die Konversation bzw. die Mail landet sofort in den Spamordner und alles was von der Adresse kommt, wird ab jetzt blockiert.

3. Deine Daten und Kennwort überprüfen

Ein Airdrop ist vor kurzem abgelaufen und die Tokenverteilung steht an. Du bekommst vom Bot oder per Mail den Hinweis, dass du deine Daten nochmal prüfen solltest. Du klickst auf den Link und siehst, dass weder deine ETH-Adresse, noch dein Kennwort stimmen.

Eine hilfreiche Übersicht?
Eine hilfreiche Übersicht?

Puh – gut, dass du nochmal reingeschaut hast. Oder? Passt du deine Daten an und klickst du Save? Komischerweise wird das Kennwort gar nicht abgeschirmt. Aber jetzt hast du es eingetragen. Hoffentlich verwendest du es nicht für andere Accounts, denn du hast es gerade unverschlüsselt ins Netz geschleudert.

Vorhangschloss rot und offen, s fehlt > unsichere Verbindung
Vorhangschloss rot und offen, s fehlt > unsichere Verbindung

Wenn eine Seite mit http anstatt von https anfängt, werden Daten nicht verschlüsselt. In diesem konkreten Beispiel war es eh merkwürdig, dass du lediglich eine Mailadresse brauchtest, um an die Daten zu gelingen und sie anzupassen.

Die richtige Reaktion:

Wiederum sperrst du den Absender der Nachricht und warnst die Person, die den Airdrop geteilt hat. Es hat in der Regel keinen Sinn, die Admins vom Projekt anzuschreiben. Diese werden sowieso nicht zugeben, dass sie an einem FakeScam beteiligt sind.

4. Die Seite verlinkt auf die Seite verlinkt auf die Seite…

Du willst bei einem Airdrop mitmachen und schaust dir die Seite an. Auf dem ersten Blick ist alles da: White Paper, Team, Roadmap usw. Wenn du aber mal auf die Facebookseite gehen willst, stimmt der Link nicht. Auch bei den Icons von YouTube und Twitter kein Erfolg… und wozu braucht eine DAO überhaupt Instagram und Google+?

Alle social Icons verlinken auf die Hauptseite
Alle social Icons verlinken auf die Hauptseite

Eng verwandt ist auch die E-Mail mit zu vielen gleichen Buttons:

Complete Registration, Complete Registration!
Complete Registration, Complete Registration!

Die Doppelung von „Complete Registration“ ist hier so offensichtlich, dass man vor Schreck TRONPLAY googelt. Existiert nicht. Die Adresse schon, aber das ist ein gehobener amerikanischer „Suburb“ von San Jose. Liest: Wohnviertel.

Die richtige Reaktion:

Ein Link kann mal fasch gesetzt werden, aber in diesem Fall stimmt kein einziger Link. Die Seite von TrexxCoin ist also viel zu spammig und verdient deine Daten nicht. Die Mail von Surety mit der falschen Firma auf der falschen Adresse ist auch nicht schlecht. Finger weg und gerne immer den Admin vom Airdropchannel per Mail oder PM warnen.

5. Die dezentralisierte eierlegende Wollmilchsau auf Blockchainbasis

Du liest die Beschreibung von einem Projekt:

Gleichzeitig eine Währung und eine DAO… wtf?
Gleichzeitig eine Währung und eine DAO… wtf?

Ich übersetze:

Zu dem TrexxCoin

Ist ein open source digitale Währung und eine dezentralisierte autonome Organisation (DAO). Es hat direkte Transaktion, private Transaktion, einfach, schnell, privat, sicher und nicht-verfolgbare Bezahlung. Es ist hat auch eine selbstregierte Organisation Struktur.

Finanzmittel Beschaffung: Organisationen/Privatpersonen können trexxcoin verwenden, um ihre Ideen, Produkten und Dienstleistungen zu finanzieren. Anstatt zu gebrauchen die übliche Finanzmittel Beschaffungsseiten die meistens nicht sicher. So ist es einfach nachzuvollziehen und zu bekommen. Trexxcoin revolutioniert den ganzen Prozess der Finanzmittelbeschaffung.

Ooooookay. TrexxCoin (es gibt alleine in dem Bild schon 3 Schreibweisen) klingt ein bisschen nach einem Dreckscoin. Sorry, dieses Wortspiel lag auf der Hand.

Die richtige Reaktion:

Finger weg, Warnung raus.

6. Gib mal deine private Keys. Wir machen damit nix.

Zum Schluss gibt es dann noch die Scammer, die auf kompletten Dummenfang gehen. Diese Versuche gelingen am besten, wenn irgendwo eh schon Verwirrung und Chaos herrscht. Das kann bei der Tokenverteilung sein (du wartest und wirst nervös), wenn der Token oder Coin umbenannt wird (AntShares zu NEO, RaiBlocks zu NANO), oder wenn Tokens auf eine andere Blockchain migriert werden müssen (EOS, TRON).

Fake EOS Authority will alle Keys
Fake EOS Authority will alle Keys

Auf einer gefaketen EOS Authority Seite (die echte Seite vom Block Producer endet in .com und nicht .info) solltest du bitte deinen public Key und den private Key einfügen.

Richtige Reaktion:

Warum liest du diesen Absatz noch? Knallhart ignorieren, blockieren, als Spam markieren, deinen Rechner verbrennen, ins Ausland ziehen – ist mir egal! Auf jeden Fall nicht deine private Keys teilen.

Gib #FakeScams keine Chance!

Erwarten wir, dass du bei jedem Airdrop nach einer contract Adresse suchst, um die Transaktionen zu zählen? Ganze Seiten in 9 Sprachen auf Tippfehler und schlechte Interpunktion prüfst? Nein, natürlich nicht. Aber es gibt so ein paar Sachen, die du dir angewöhnen solltest.

  • Verwende lieber fake Accounts als deine echten Profile. So spammst du deinen Freunden und Verwandten nicht mit Airdrops zu und bist du schwieriger zu identifizieren. In einem eventuellen KYC Verfahren sind die social media eh irrelevant.
  • Verwende ein separates Wallet für Airdrops! Riskiere nichts, wenn es um größere Mengen von welchen Coins/Tokens auch immer geht. Lass die meist kleinen Beträge auf dem Airdrop-Wallet liegen und verschiebe sie in dein „richtiges“ Wallet, wenn sich der Wert so steigert, dass sich die GAS-Kosten für die Überweisung lohnen.
  • Nimm für jeden Account und jeden Airdrop ein anderes Kennwort. Ja, es ist ätzend, aber mit einzigartigen generierten Kennworten bist du nun mal auf der sicheren Seite. Führe eine Liste oder Tabelle und lass diese weder digital noch im real life herumliegen.
  • Passiert irgendwas Merkwürdiges? Bist du dir nicht sicher, ob jemand an deinen private Keys geraten ist? Verschiebe deine Tokens auf ein anderes Wallet. Du kannst auch mehrere Wallets für die Airdrops verwenden – Hauptsache, deine eigene Buchhaltung stimmt.
  • Manche Menschen verwenden für zusätzliche Sicherheit gerne VPN Server. Dies ist grundsätzlich ok, nur werden bei manchen Drops die IP-Adressen mit den Daten abgeglichen und VPN-Adressen werden dann gesperrt.
  • Gute Sicherheit liegt zu einem Teil auch im Browser. Verwende zum Beispiel Brave (gut gegen Tracking und Werbung) und logge dich im MetaMask ein, wenn du mit Airdrops unterwegs bist.
  • Bist du reingefallen? Hast du deine Keys verloren? Keine Panik. Wenn Tokens weg sind, ist das doof, aber kein Weltuntergang. Sind sie noch da? Packe sie dann sofort auf ein anderes Wallet. Ändere deine Kennworte und mache einen ordentlichen Scan auf Spyware und Malware. Wenn es sich um einen Telegrambot handelt, sperre den Bot und lösche das Gespräch.
  • Helft Anderen in der Community! Mache einen Screenshot oder schreibt den Namen des Airdrops auf und schicke uns eine Info unter ad@cointrend.de. Wir sorgen dafür, dass der #FakeScam so schnell wie möglich in die Tabelle aufgenommen wird.

Noch einmal zusammengefasst

Es gibt Leute im Netz, die deine Coins und Tokens klauen wollen. Wir versuchen in unserem Airdrop Channel ausschließlich echte, faire Airdrops zu posten. Dafür nutzen wir die Checklisten, die du in diesem Beitrag gesehen hast. Leider kommt es auch mal vor, dass wir einen Airdrop falsch einschätzen. Diese und andere #FakeScams listen wir auf unserer Airdropseite.

Dir steht es natürlich völlig frei, auch an anderen Airdrops teilzunehmen. Dabei ist es uns wichtig, dass du vernünftig vorgehst. Prüfe vorher, ob der Airdrop nicht in der #FakeScam Tabelle gelistet ist. Verwende separate Airdrop-Accounts, nutze immer unterschiedliche Kennworte und orientiere dich an unseren Checklisten.

Wir nehmen keine Vorschläge mehr entgegen, aber wer auf einen (vermutlichen) Scam trifft, kann uns gern informieren. Schreibe uns bei Telegram oder schicke eine Mail an der Cointrend Airdropadresse ad@cointrend.de.

Alle Infos und Bilder gehören Cointrend.de

Lob, Kritik, Ergänzungen und Nachfragen kannst du unten als Kommentar posten!

Wenn du Informationen aus diesem Text verwenden willst: sei so fair und verlinke diese Seite 🙂

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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