Pünktlich zu Weihnachten hat dann doch alles geklappt. Alle Hürden sind geschafft und Lotte hat jetzt ihre ersten CryptoKitties gekauft. Diese haben Spaß im Körbchen, denn das erste Kitten ist auch schon da. Wie es alles gelungen ist? Das liest du hier.

Have a CryptoKitty Christmas!

Draußen liegt ein Meter Schnee, drinnen funkelt der Weihnachtsbaum und ein Berg an Geschenken verspricht eine schöne Bescherung für die ganze Familie. Naja, fast. Es ist windig und bewölkt, das einzige, was funkelt ist mein Smartphone und ich bin mir nicht sicher, ob sich der Eimer Bautzner Senf für meine Freundin als Geschenk qualifiziert. Aber: der Typ mit Geige am Hauptbahnhof spielt Jingle Bells in Dauerschleife, also ist Weihnachten. Ich hoffe, dass er nicht in meinen Zug mit einsteigt.

Aber mir geht’s so gut! Während meine ganzen Mitreisenden versuchen, ihre frisch frisierten Kinder mit Schokolade ruhigzustellen, schaue ich verliebt auf Sherlock. Nein, nicht Benedict Cumberbatch – es ist CryptoKitty #349597. Endlich gehört jeder Pixel von ihm mir – wer es nicht glaubt, kann es in der Kitty-Blockchain prüfen – und wir sind so glücklich zusammen ^^

Achso… Ich glaube, dass ich jetzt ein paar Stationen übersprungen habe.

*rewind*

Obwohl ich bei meiner Überweisung an Lykke einen falschen Betreff eingetragen hatte, scheinen die Schweizer auch auf die dümmsten User gut vorbereitet zu sein. Meine Euro sind angekommen und werden in meinem Lykke Wallet angezeigt. Jetzt kann es so richtig losgehen! Ich werde über Lykke meine ersten Ethers kaufen. Korrektur: meine ersten 0.138913 Ether kaufen. Denn, bei allem Respekt, ich gebe keine 600 USD für digitale Katzen aus. Das kommt wahrscheinlich später erst.

Mit Euro Ether kaufen geht im Wallet ganz leicht. Ich scrolle zu Ethereum runter, tippe auf buy. Alle wichtigen Informationen werden mir jetzt angezeigt und ich bestätige den Kauf. Dieser Kauf muss jetzt in der Ethereum Blockchain bestätigt werden.

Ether kaufen im Lykke Wallet

Die Ether werden mir in meinem Wallet bereits angezeigt, aber das macht falsche Hoffnung. Wenn ich sie in meinen MetaMask Wallet überweisen will, bekomme ich erstmal folgende Fehlermeldung:

Beträge werden angezeigt, aber die Transaktionen sind noch nicht verifiziert.

Um die Zeit totzuschlagen und nicht bei jedem Versuch die QR Code von meinem Meta-Mask Wallet einscannen zu müssen, füge ich den Wallet dem Lykke Wallet hinzu. Das macht es mir auch leichter, zukünftige Einzahlungen schneller an die richtige Stelle einzusetzen.

Unter dem zweiten Icon im Footer (das Portmonee) kann ich vorhandene Wallets zufügen. Ich klicke auf das Plus und wähle „excisting wallet“. Jetzt brauche ich nur den QR Code von meinem Bildschirm einscannen. Wichtig ist, dass ich für den Wallet einen Namen eintrage, ansonsten wird er von der App nicht gespeichert. „MetaMask“ liegt als Name auf der Hand.

Sobald die Transaktionen „settled“ sind, kann ich die gekauften Ethers nach Belieben zwischen den Wallets hin- und herschieben. Ich transferiere alles in meinen MetaMask Wallet, denn ich will jetzt endlich auf dem CryptoKitties Market Place shoppen. Was gibt es denn so zu kaufen? Kitty #365386 zum Beispiel:

Kitty #365386, angeboten für 1.1803 ETH

WTF?! Über 700 USD für eine schielende Katze im Santa-Look?! Geht’s noch?! Vor Empörung sprüht mir der Tee aus der Nase. Erstaunt, aber vor allem enttäuscht klicke ich auf „zurück“. Kann ich mir kein einziges Kitty leisten? Für eine bessere Übersicht filtere ich nach Preis, aufsteigend. Jetzt erscheinen Kitties im bezahlbaren Bereich. Wahrscheinlich sind sie nichts Besonderes, aber bei 0,005 ETH oder sogar noch weniger kann ich mir zumindest mehrere Kitties kaufen. Dann fällt mir #349597 wieder ein. Wie finde ich ihn?

Seine Nummer bringt mir auf CryptoKitties.co erstmal nichts. Die Suchfunktion versteht nur Cattributes, die Eigenschaften der Kitties. Jedes Kitty hat eine einzigartige Mischung von Cattributes. Wenn ich also nach #kittencream #coffee #luckystripe #happygokitty suche…

Die Cattributes sind auch Tags für das Suchfeld

… kann ich mein Traumkitty wiederfinden und hoffentlich auch noch ersteigern. Nicht alle Kitties sind on sale – manche leben ganz zufrieden in Tausenden von Accounts.

Ich habe Glück: #349597 ist noch zu kaufen. Für 0.007 ETH, also nur ein paar Euro, kann ich das Pixelpaket bekommen. Ich kaufe nicht von CryptoKitties.co, sondern von einer Katzenmama namens MayyaShirro. Ich atme noch einmal tief durch und klicke dann auf den Button „OK, buy this Kitty.“

Wow.

Seit Jahren habe ich auf diesen Moment gewartet. Und es passiert… Nix.

Der Button schickt eine Anfrage an meinen MetaMask-Wallet. Nach drei Mal Klicken fällt mir endlich das 3 über dem Icon auf. Die Transaktion muss ich noch bestätigen mit „submit“. Die ersten zwei storniere ich mit „reject“.

Transaktion (von einem anderen Kitty)

Nachdem ich eine Weile wie wahnsinnig auf F5 gedrückt habe, erscheint #349597 unter „My Kitties“. Er ist da! Wenn ich auf das Kitty klicke, kann ich seine Nummer mit einem Namen ersetzen (wird mit der Eingabetaste gespeichert.) Sherlock ist meins.

Juhuuu! Und jetzt?

Viel mehr als mir ihn ansehen kann ich nicht. Nun ja, das stimmt auch nicht ganz. Ich kann ihn verschenken oder wieder verkaufen (was ich mit meinem ersten Kitty wohl kaum machen werde). Ich kann ihn für siring (Englisch to sire = zeugen) zur Verfügung stellen oder selber züchten. Katzenzuhälterin spielen kommt mir vor wie eine Aktivität für Fortgeschrittene, also möchte ich selber züchten. Dafür braucht Sherlock aber eine Freundin.

Das gleiche Spiel nochmal: Ich gehe zum Market Place, stöbere herum und investiere ein paar Bruchteile Ether in ein anderes CryptoKitty. Nun müsst es gehen. Es ist kein Wunder, dass CryptoKitties so einen abartigen Umsatz hat: Um das Netzwerk ein wenig zu entlasten sind ziemlich hohe „siring fees“ eingeführt worden. Das heißt: für eine Runde Katzenromantik zahle ich nochmal 5-6 Euro an Gebühren.

Give them some privacy, hihi 🙂

Alles für den guten Zweck, oder? Anders als analoge Katzen können KryptoKitties Eier legen. Das erste Kitty legt ein Ei, das zweite ist der „sire“ und zeugt ein CryptoKittyBaby. Es gibt keinen Unterschied zwischen CryptoKater und CryptoKatze, alle Kitties können beides.

Hier werden dann die Zuchteigenschaften interessant. Im Beispiel haben wir einmal slow und einmal plodding. Diese Begriffe sind ein Indiz dafür, wie lange die Kitties brauchen, um zu brüten bzw. sich zu erholen. Sherlock und seine Freundin brauchen eine ganze Weile.

„Brötchen im Ofen“, hihi 🙂

Die schlimmste Stufe ist „catatonic“ – diese Kitties brauchen bis zu einer Woche, um wieder  fit zu werden. Die besten brauchen nur ein paar Minuten. Die Eigenschaften müssen nicht per se an die neugeborenen Kitties weitergegeben werden. Wie im wahren Leben kann der Nachwuchs von den Eltern abweichen.

Nach einem langen Tag warten ist der Moment angebrochen. CryptoKitties schickt mit eine Mail, dass ein neues Kätzchen geboren wurde. Dexter hat ein völlig anderes Muster als seine beiden #luckystripe Eltern. Das #jaguar Muster (was laut Patrick #giraffe hätte heißen sollen) finde ich nicht mal bei seinen Großeltern wieder o.O

Willkommen, kleiner Dexter <3

Wie das funktioniert und welche Cattributes besonders gewollt sind, werde ich noch lernen müssen. Auch werde ich jetzt alle mobilen Apps durchtesten müssen. Kann ich meine Kitties auch unterwegs bewundern? Ich werde es für euch testen. Bis dahin ist erstmal ein paar Tage Ruhe im digitalen Katzenkörbchen.

 

Ein frohes Fest wünschen Lotte & ihre CryptoKitties

 

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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