Die erste und total erfolgreiche DApp CryptoKitties entwickelt sich weiter und bringt Krypto- und Katzenfans aus der ganzen Welt zusammen - bald auch aus China. Ein digitaler Katzensprung mithilfe von den neuen, orientalischen Kitties? Lotte guckt sich die Neuigkeiten an.

Back in ähh… Mandarin?!

Im letzten Beitrag habe ich einen Winter Sale versprochen. Den wollte ich auch gerne machen, aber meine im Sale angebotenen CryptoKitties sind entweder zu teuer oder nicht fancy genug und ich konnte mich bis jetzt noch nicht als erfolgreicher Kitty-Dealer etablieren. Ist aber völlig ok, denn ein digitales Heim für hässliche Katzen, die keiner haben will, passt eh viel besser zu mir.

Was hat sich denn bei den Kitties alles getan? Wie alle natürlich bereits in den #KryptoNews gelesen haben, hat sich das Kitty-Team vom kanadischen Axiom Zen getrennt. Unterschiedliche Investoren, darunter Andreessen Horowitz und Union Square Ventures, gaben den Entwicklern eine großzügige Tüte Geld mit auf den Weg. Da die Tüte aber irgendwann auch alle sein wird (das CryptoKitties Team besteht immerhin aus ca. 20 Leuten – und sie suchen noch neue Kollegen!), wird die DApp jetzt natürlich weiterentwickelt.

12 Mio USD kratzten die CryptoKitties an Venture Kapital zusammen
12 Mio USD kratzten die CryptoKitties an Venture Kapital zusammen

Dementsprechend gibt es einige neue Features im Kittyversum, die in dieser Serie dringendst besprochen werden müssen. Erstens haben wir die üblichen Anpassungen, wie die neuen Cattributes und Fancies, aber seit Februar (sorry) schulde ich euch auch eine Erklärung zu den Mewtation Jewels und zum neuen Kitty Codex. Diese werde ich im Kitties-Beitrag #07 in aller Ruhe darlegen, in dieser Folge gucken wir aber erstmal nach Beijing. Naja, wir gucken, wie krass offensiv die CryptoKitties auf Beijing gucken.

 

Beijing? Was ist denn da los?

Nachdem CryptoKitties im Dezember 2017 die dezentralisierte Welt eroberten und die Etherchain völlig lahmgelegt haben, bereiten sie sich jetzt auf eine zweite Welle vor. Denn hinter knapp 22.000 km Chinesischer Mauer verstecken sich 1.379.302.771 potentielle Käufer und Züchter von CryptoKitties. Da bei solchen Mengen auch eine fröhliche Summe von ETH zusammenkommen kann und weder DApps noch Katzen in der Volksrepublik verboten sind, wagen die Kitties den Sprung. Was bedeutet das für unser geliebtes Krypto-Spiel?

 

Mobile… Mobile… MOBILEEEEEEEE!

Ja, es werden *endlich* mobile Apps für iOS und Android entwickelt. Allerdings dauert das alles ein bisschen länger als geplant. Auch an dieser Stelle brauchen wir uns nicht einbilden, dass diese Apps für den amerikanischen oder gar europäischen Markt gedacht sind – die mobilen Kitties sollten natürlich die Asiaten überzeugen. Da insbesondere die chinesische Zielgruppe hauptsächlich mit Smart Phones unterwegs ist, ist CryptoKitties nun doch was daran gelegen, eine offizielle App anzubieten. Zusätzlicher Vorteil: wir brauchen uns nicht mit den ganzen alternativen Kitty-Market-Apps quälen.

Als Highlight vom Markteinstieg war die Versteigerung des chinesischen-Drachen-Kitty gedacht. Die Auktion wurde nun aber mangels App vorübergehend eingestellt, um auch den neuen chinesischen Nutzern eine Chance auf Teilnahme zu gewähren. Das Vieh hat zwar wenig mehr mit Kitties zu tun, aber zugegebenermaßen wäre es ein bisschen blöd, wenn nur chinesische Expats in Europa und Nordamerika ihre Ether auf diese Kreatur werfen würden:

Der exklusive Chinese Dragon - wird mit dem Launch der mobile App versteigert.
Der exklusive Chinese Dragon – wird mit dem Launch der mobile App versteigert.

 

Orientalische Fancies

Auch viele der neuen Fancies haben asiatischen Motive. Die Lucky Cat, die zum Beitragsbild gekürt wurde, ist am 8. März geboren worden. Das Glückskätzchen hat noch 887 Geschwister. Die Eigenschaft nennt sich 红包喵 > rote Pakete, und bringt im Durschnitt 0,176 ETH.

Seit dem 28. Februar erschienen 96 CryptoKitties, die wie Kaninchen aussehen. Merkwürdigerweise sind sie nicht mehr zurückzufinden über die Seriennummern – es erscheint eine 404 Fehlermeldung. Möglicherweise werden sie nach dem Launch der App wieder freigeschaltet. Vielleicht sind sie auch komplett aus der Blockchain weggehoppelt. Ich weiß es nicht.

Lucky... Rabbit-Kitty?
Lucky… Rabbit-Kitty?

Für alle Fans tauchten ab dem 29. Januar 2018 rote, am 31. dann auch schwarze Ninjas auf. Es wurden jeweils 500 japanische Kämpferkätzchen generiert, also schleichen insgesamt 1.000 von ihnen durchs Netz. Laut CryptoKittyDex.com kommen die roten Ninjas (momo-tan) am besten an. Die Fancy Eigenschaft steigert den durchschnittlichen Preis um 0,253 ETH, während die schwarzen Ninjas (negato) nur 0,151 ETH zusätzlich bringen.

Die schnuckeligsten Ninjas im Netz.
Die schnuckeligsten Ninjas im Netz.

Schließlich sind seit dem 7. März auch noch 889 CryptoKitties in Drachenverkleidung registriert worden. Die Fancy Eigenschaft heißt 咚咚锵. Sagen wir mal so: Ich vermute, dass es irgendwie mit den Drachenteichen im Gebiet der Qiang zu tun hat, aber so wirklich sicher bin ich mir da auch nicht. Eine Übersetzung gibt es nicht.

CryptoKitty in Drachenanzug - For Sale.
CryptoKitty in Drachenanzug – For Sale.

Ach, übrigens: Ja, dieses Exemplar wird für fast 36 ETH angeboten. Das wären heute um die 17.000 EUR. Morgen vielleicht mehr. Nächste Woche vielleicht weniger. Es bleibt Krypto 🙂

 

Von ABC zu Mandarin

Es ist nicht nur ein Drache, der CryptoKitties auf einmal einen Hauch vom Orient verleiht. Seit kurzem kommen tauchen auch überall chinesische Kitties auf. Sie sehen an sich nicht anders aus als die westlichen Kitties, nur haben sie ein rotes Medaillon vor ihrer Seriennummer und ist die Biographie in Mandarin geschrieben.

Markierung der chinesischen CryptoKitties
Markierung der chinesischen CryptoKitties

Ich komme mit vielen Sprachen zurecht, aber für alle Versionen von Chinesisch kann ich nur auf Google Translate vertrauen. Also schauen wir doch mal, was Kitty #686023 so zu erzählen hat:

Google Translate probiert sich mit der Bio von Kitty #686023 aus.
Google Translate probiert sich mit der Bio von Kitty #686023 aus.

Fein. Ich habe zwar keine Ahnung, wer dieser Ben(edict) ist, aber ich stehe schon immer auf süße Komet Babys, also wird das schon mit uns. Mensch, wie Google Kulturen so zusammenbringen kann…

Um internationaler zu wirken, sprechen die CryptoKitties in den Biographien immer mehr Sprachen. Anders als bei den chinesischen Kitties ist nur die Begrüßung angepasst worden. So bin ich bereits über einen „Guten Tag“, einen „Ni hao“, einen „Ciao“ und einen „Bonjour“ gestolpert:

CryptoKitties begrüßen dich jetzt auch auf Deutsch
CryptoKitties begrüßen dich jetzt auch auf Deutsch

 

Crypto-Flirting für Fortgeschrittene

Der aufmerksame Leser bemerkt, dass auch die Inhalte der Bios etwas anders gestaltet sind als früher. Natürlich werden sie immer noch aus unterschiedlichen Textteile generiert, aber der Ton hat sich ziemlich geändert.

Als Beispiel von einer ganz neutralen Bio habe ich CryptoKitty #100009 (vom Besitzer in „Gold Diggin Kittie“ umbenannt):

Keine Anspielungen - nur niedlich.
Keine Anspielungen – nur niedlich.

Mal fix übersetzt:

„Ugh! Ich bin [Name]. Ich möchte in einer Welt leben, in der Menschen glauben, dass Katzen einen Tag den Planeten regieren werden. In meiner Freizeit findest du mich [leichtgläubig] oder [beim Springseilen]. Ich kann es kaum erwarten, dich um 4 Uhr scheinbar ohne Grund zu wecken.“

Da ich schon ein oder zwei Bios gelesen habe, weiß ich, dass dies drei Standard-Sätze sind und die Begriffe in eckigen Klammern werden zusätzlich eingetragen – Nummer oder Name entsprechend zum Kitty und die Freizeitaktivitäten willkürlich.

 

Auch wirken die Bios der CryptoKitties schon immer wie quasi-romantische Kleinanzeigen:

Sherlocks Bio
Sherlocks Bio

So sagt mein Sherlock: „Wie geht’s? Ich bin [Sherlock]. Ich glaube, dass die Erde flach ist. Es ist kein Allgemeinwissen, aber ich bin mit [Nelson Mandela] verwandt. Willst du die [Marmelade] zu meinen [Gürkchen] sein?“

 

Neuerdings flirten die Kitties aber so, als wären sie auf Tinder unterwegs. Kitty #706927 grüßt auf Japanisch und endet mit „Bist du ein Zauberer? Denn wenn ich dich sehe, verschwinden alle anderen!“

Kitty #706927 gibt sich Mühe, dich zu begeistern
Kitty #706927 gibt sich Mühe, dich zu begeistern

 

Ob die Änderung der Texte auch Teil der Marketingkampagne für den chinesischen Markt ist, kann ich nicht eindeutig sagen. Vielleicht sind es auch einfach die Frühlingsschmetterlinge, die den Entwicklern eine verspielte Laune machten.

 

Nächste Woche schauen wir auf Mewtation Jewels, den Kitty Codex und gucken auf das Interface und die Technologie hinter der Chrome Extention *KittyHats*.

 

Jetzt aber ab ins Wochenende!

 

Lotte, Sherlock und der restliche KittyGang

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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