eBay schielt auf BTC, mit Blockchain die Netzneutralität verteidigen und Politiker machen sich Sorgen: Die Highlights der Woche

#KryptoNews der letzten Woche (12.-18.12.2017)

 

1. eBay erwägt Bitcoin als Zahlungsmethode

Während Steam die Möglichkeit mit BTC zu zahlen aufgrund der hohen Transaktionskosten erstmal eingestellt hat, überlegt sich eBay, die Kryptowährung zukünftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Vor wenigen Monaten kursierten auch schon Gerücht im Netz, dass Amazon sich mit Bitcoin auseinandersetzt.

Der dritte online Verkaufsriese Alibaba wird definitiv keine Coins annehmen. Mitgründer Jack Ma lehnt Bitcoin ab. Keine so große Überraschung: die chinesische Regierung sieht Kryptowährungen gelinde gesagt kritisch.

Dass die User von eBay an Krypto interessiert sind, erkennt man leicht an der Produktpalette. Vergoldete „Bitcoin Münzen“, T-Shirts, Hoodies, aber auch Hardwallets und hochwertiges Mining Equipment werden über den online Marktplatz versteigert.

Scott Cutler, hohes Tier der eBay Americas, kann noch nichts versprechen. „Wir diskutieren gerade über die Möglichkeiten. Leider können wir noch keine Kryptowährungen akzeptieren, aber sie werden immer mehr Mainstream. Wir sind noch nicht ganz da.“

Warten wir also gespannt ab, ob es Amazon oder eBay sein wird, der als erste den Sprung wagt.

Am 13.12.17 hier gelesen.

 

2. 1,8 Millionen USD in Ether bei Wohnungseinbruch entfremdet

Ein 35-jähriger Mann wird in New York davon verdächtigt, mit einem sehr ausführlichen Plan Ether im Wert von 1,8 Millionen Dollar gestohlen zu haben. Louis Meza soll sich im vergangenen November mit einem Bekannten getroffen haben. Er sei darüber informiert gewesen, dass der Bekannte eine große Menge Kryptocoins besaß.

Nach dem Treffen ließ er sich und den Bekannten von einem Komplizen abholen. Der wiederum bedrohte das Opfer mit einer Waffe und verlangte Telefon, Portmonee und die Schlüssel seiner Wohnung. Kurze Zeit danach wurde von Überwachungskameras festgelegt, wie Meza in die Wohnung ging und mit einem Hard Wallet das Haus verließ. Kurz danach wurden die enthaltenen 1,8 Millionen Dollar in Ether an Mezas privaten Wallet überwiesen.

Meza bzw. sein Anwalt wird ihn direkt wegen acht Anklagepunkte verteidigen müssen. Staatsanwalt Vance sieht zunehmend, dass sich „normale“ und Cyberkriminalität auf diese Art überschneiden. Das Opfer wird sich beim nächsten Mal mehr Gedanken machen, bevor er sich über sein Kryptovermögen äußert.

 Am 13.12.17 hier und hier gelesen.

 

3. Netzneutralität abgeschafft? Mesh Netzwerke könnten die Alternative werden

Diese Woche brillierte Donald Trump wieder mit einem genialen Beschluss: </Sarkasmus> seine Kommunikationsbehörde FCC hat die unter Obama festgeschriebene Netzneutralität abgeschafft. Die Netzneutralität garantiert(e) die Gleichbehandlung von allen Daten im Internet. Heißt: die offizielle My Little Pony Seite ist genau so leicht abzurufen wie das deutsche Forum für Bronies – egal ob du am PC sitzt, oder auf dem Smartphone oder Tablet unterwegs bist.

Ohne Netzneutralität können Interprovider wie Torwächter agieren und die Zugänglichkeit einzelner Seiten beeinflussen. Wenn du ohne Verbrauch von deinem Datenvolumen Netflix streamen kannst, ist das toll. Wenn du dadurch aber andere Seiten nicht erreichen kannst, ist das doof. In einem nicht-neutralen Netz bestimmen Provider und die Internetriesen, welche Seiten du besuchst.

Tschüss, Start-Ups und nicht-kommerziellen Initiativen!

Die Antwort auf diese Entwicklung könnte aber eine Jahrzehnten alte Technologie sein: das Mesh Network. Ein Mesh Netzwerk basiert auf Knoten oder nodes und braucht keinen traditionellen Provider (ISP). Das größte Mesh Netzwerk existiert momentan in Katalonien (Spanien) und besteht aus über 37.000 aktiven nodes. Das Netzwerk wird über Spenden und Stiftungen finanziert.

Das neue Mesh Netzwerk würde auf Ethereum aufgebaut werden. Karl Floersch, Entwickler von Ethereum und Casper Researcher, stellt sich das für den normalen Benutzer als kleine App vor. Diese läuft im Hintergrund auf mobilen Endgeräten. Eine Aneinanderreihung von smart contracts könnte jedes Gerät in eine WLAN-Knote verwandlen, die das Mesh Netzwerk vergrößert. Als Anreiz, am Netz teilzunehmen, stellt er sich einen Kryptocoin mit Blockchain-Technologie namens „meshcoin“ vor.

Eine andere Möglichkeit wäre es, direkt Ethereums ether zu nutzen. Programmierer Hayden Adams macht sich schon konkrete Gedanken über das Konzept. Während Kritiker noch nicht von dem Mehrwert einer Blockchain überzeugt sind, würde sie seiner Meinung nach die Nachhaltigkeit vom Netzwerk garantieren.

Auch hier warten wir gespannt auf die weiteren Entwicklungen.

Am 14./15.12.17 hier und hier gelesen.

 

4. Bitcoin Futures aus CME am ersten Tag schon über 20.000 USD

Letzte Woche haben wir schon über den Börsengang der Bitcoin Futures in Chicago berichtet. Nach dem Cboe ist nun auch die weltgrößte Terminbörse CME, die ebenfalls ihren Sitz in Chicago hat, eingestiegen. Im Gegensatz zum wackeligen Start in Chicago hielten die CME Server und Seite das große Interesse an Bitcoin Futures gut aus.

Futures? Ja, es ist nicht Bitcoin an der Börse. Verhandelt werden nur sogenannte futures oder Terminkontrakte. Diese legen den Preis von einer Aktie (in diesem Fall Bitcoin) fest, die erst später geliefert und bezahlt wird. Bei Futures wird nichts real geliefert, nur die Wertdifferenz wird am festgelegten Datum ausgeglichen. Man wettet also auf den steigenden oder fallenden Kurs.

In der ersten Stunde wurden über 200 Terminkontrakte bis Januar 2018 verkauft. Der Preis lag bei 20.650 USD, gut 1.000 USD über der letzten Referenz des CME. Im Laufe der ersten Stunde fiel der Preis auf 18.424 USD.

Am 18.12.17 hier gelesen.

 

5. Europäische Politiker fordern Bitcoin Regulierung.

Die britischen Konservativen, Präsident Emmanuel Macron, Ewald Nowotny vom EZB-Rat – die Liste besorgter Politiker wächst täglich. Ihr Anliegen? Eine Regulierung von Bitcoin, am liebsten auf europäischer Ebene. Im Moment sei BTC die Währung für Kriminelle und Terroristen – insbesondere die Bitcoinautomaten. Hier kann man Bargeld einzahlen und BTC gutschreiben lassen. Solche Bitcoin ATMs gibt es u.a. in den Niederlanden und Großbritannien. Die Geräte würden Geldwäsche besonders einfach machen und Straftäter würden danach in die Anonymität verschwinden.

Bei manchen Aussagen fragt sich der Leser, inwiefern die Politiker die Technologie hinter Bitcoin überhaupt verstanden haben und ob sie mal einen Bitcoin ATM gesehen haben. (Bei deutschen Politiker ist die Chance relativ klein, da die ATMs hier so gut wie verboten sind.)

Bei der Einzahlung am ATM findet eine Verifikation über biometrische Daten statt. Ziemlich dummer Dieb, der mit 10.000 Bargeld in die Kamera lächelt und dabei sein Führerschein zeigt. Zudem wird die Transaktion danach in der Blockchain festgelegt, die wirklich jeder Mensch mit Internet einsehen kann.

Naja, wir werden in der kommenden Zeit schon sehen, worauf sich die Länder einigen können.

Am 18.12.17 unter anderem hier und hier gelesen.

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