BitGrail und Nano streiten sich weiterhin, Quebec lernt Mining kennen, Coinbase akzeptiert keine neuen Kreditkarten, die GroKo und Steuern bei Krypto - die Highlights der Woche

1. Schuldfrage rund um BitGrail/Nano-Hack noch nicht geklärt

Am 13. Februar veröffentlichte Cointelegraph ein Interview mit BitGrail CEO „Francesco the Bomber“. Dieser gab im Gespräch kaum konkrete Antworten. Bei den meisten Fragen wies er lediglich daraufhin, dass die möglichen juristischen Schritte noch geprüft werden. Eine klare Ansage für die Opfer des Hacks war fast nur, dass der gestohlene Betrag nicht rückerstattet werden kann. Den Fehler sucht Firani bei den Nano Entwicklern: Deren Block Explorer, den Firani eh für unzuverlässig hält, ist am Tag des Hacks datiert (19.01.) und gibt keine verwertbaren Auskünfte, da die Blockchain keine Timestamps enthält.

Etwa fünf Tage später ging Cointelegraph auf den Community- und PR Verantwortliche im Nanos Core Team, Troy Retzer, zu. Dieser verteidigt den Block Explorer. Am 19. Januar, so erklärt Retzer, wurden die Nodes resynchronisiert. In diesem Prozess wurden fehlende Blöcke und Transaktionen mit einem Timestamp versehen. Die Lücke ist in dem Moment entstanden, als die Database vom alten zum neuen Admin migriert wurde. Während des Transition habe sei das Skript mehrmals kurz weggefallen. Darüber hinaus beschwert sich Retzer über die schwierige Zusammenarbeit mit BitGrail. Der Exchange verweigere, die wichtigsten Daten für die Aufklärung des Hacks freizugeben.

BitGrail wird vorgeworfen, erhebliche Mengen von RaiBlocks bzw. Nano in sogenannten „hot Wallets“ ohne MultiSig-Technologie aufzubewahren. Diese werden online gemanaged und sind somit immer anfällig für Angriffe und Hacks.

Noch steht nicht fest, ob der Fehler am Ende in der Sicherheit von BitGrail oder in der mangelhaften Blockchaintechnologie von Nano lag.

Das Interview mit Francesco Firani (CEO von BitGrail)

Der Artikel aus dem Gespräch mit Troy Retzer (Nano)

 

2. Coinbase blockt neue US Kreditkarten

Coinbase hat bekanntgegeben, dass US-amerikanische Kunden keine neuen Kreditkarten als Bezahlungsmethode zufügen können. Die Plattform kann im Moment nicht garantieren, dass Bezahlungen über Kreditkarte reibungslos abgewickelt werden können.

Vier größere amerikanische Banken haben die Möglichkeit, mit Kreditkarten auf Exchanges zu zahlen, bereits vor kurzem gesperrt. Kreditkarten, die schon länger angemeldet sind, können weiterhin benutzt werden, insofern es die jeweilige Bank zulässt.

In der Mitteilung betont Coinbase, dass die Entscheidung nicht leicht gefällt wurde. Viele Kunden haben eine Kreditkarte als einzige oder zumindest bevorzugte Bezahlungsmethode eingestellt. Dass ein Aufnahmestopp auch für Kreditkarten aus der EU, Großbritannien, Kanada, Australien und Singapore eingeführt werden muss, kann Coinbase nicht ausschließen.

Bis jetzt haben JPMorgan Chase, Bank of America, Citibank und Capital One aus den Vereinigten Staaten sowie die Commonwealth Bank aus Australien und Lloyds Banking Group im Vereinigten Königreich die Dienste von Kreditkarten auf Kryptoexchanges gesperrt.

Am 14.02.18 hier gelesen.

 

 

3. Hydro-Quebec erhöht Tarife für Miner

Vor gut einem Monat war Quebec bereits in den Nachrichten, da sich die kanadische Provinz perfekt für Mining eignet. Im Januar hat sich Hydro-Quebec noch über die vielen Anfragen gefreut, jetzt wird dem Sprecher Marc-Antoine Pouliot aber bewusst, wie viel Strom das Mining tatsächlich verbraucht.

In den letzten Wochen bekam das Unternehmen weit über hundert Anfragen von Krypto Mining Firmen und einige haben sich bereits in der Region niedergelassen. „Die Farms verbrauchen zum Teil 20 Mal so viel Energie wie der Sport- und Entertainmentkomplex von Montreal,“ staunte Pouliot. Bei dem Verbrauch wäre eine Farm kein Problem, aber es entscheiden sich jetzt Hunderte für Quebec. Die günstigen Stromtarife, die dafür sorgten, dass Quebec überhaupt ins Visier der Mining Farms geriet, werden spezifisch für Mining wahrscheinlich angehoben.

Da die Mining Farms kaum Arbeitsplätze generieren und finanziell wenig beitragen, werden auch andere Möglichkeiten von Einnahmen für die Provinz geprüft. In Island, wo die Mining Farms ebenfalls vom kühlen Klima und niedrigen Strompreisen profitieren, wird möglicherweise eine Mining-Steuer eingeführt.

Am 16.02.18 hier gelesen.

 

 

4. Israel wird Kryptowährungen als Anlagen besteuern

Die israelische Regierung wird in Sachen Steuern keinen Unterschied zwischen Kryptowährungen und Anlagen machen. Die Tax Authority erkennt Krypto also nicht als (Fremd)Währung an. Die Entscheidung wurde relativ schnell getroffen, denn die ersten Gesetzentwürfe tauchten im Januar auf. Die Diskussion lief allerdings schon viel länger – seit 2013 setzte sich die israelische Regierung mit dem Thema auseinander.

Es gelten Raten zwischen 20 und 25%. Gewinne, die von Firmen durch Trading oder Mining entstanden sind, bezahlen darüber hinaus 17% Mehrwertsteuer (VAT). Viele gehen davon aus, dass die Krypto-Steuergesetze noch ausgebaut werden. So wird als nächste ein Gesetz für die Steuern über ICOs erwartet. In Entwürfen wird vorgeschlagen, ab einer bestimmten Menge von erkauften Tokens Steuern zu erheben.

Am 19.02.18 hier gelesen.

 

 

5. Und das genaue Gegenteil in Wyoming

Während Israel also große Steuereinnahmen erwarten kann, wurde in Wyoming in den Vereinigten Staaten ein Gesetz gegen Steuern geschickt. Eine Gruppe von hauptsächlich Republikanern möchte, dass über FIAT-Währung, Kryptowährungen, Bankschecks und Gold keine Steuern mehr bezahlt werden müssen. Im Text werden „virtuelle Währungen“ genannt, die nicht als US-amerikanische Währung anerkannt werden, aber in digitaler Form einen Wert repräsentieren.

In den Staaten gibt es keine nationale Gesetzgebung für Steuern und erst recht nicht für die Besteuerung von Kryptowährungen. Finanzdienstleister Credit Karma stellte in einem Bericht, dass lediglich 0.04% seiner Kunden ihre Kryptowährung überhaupt in ihrer Steuererklärung erwähnt haben.

Am 20.02.18 hier gelesen.

 

6. Da war noch was – die GroKo und die Blockchain

Im YouTube Channel Vlogchain gibt es einen ganz vernünftigen Beitrag von David Peter über die Rolle der Blockchain Technologie und Kryptowährungen in den Plänen der Großen Koalition. Ganz kurz gefasst wird Blochchain zu einem Forschungsschwerpunkt und sollte einen Rechtsrahmen für Krypto geschaffen werden. Auch sollte die Implementation der Technologie, wenn sinnvoll, für die Datenverwaltung der Behörden erkundet werden.

Schaut euch das Video gerne mal an unter: https://www.youtube.com/watch?v=TLwqeZK750g

 

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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