UK und die Niederlande setzen sich mit Krypto auseinander, BitConnect wird verklagt, Datenschutz und Mining Scripts, GDAX tut sich mit Trading Technologies zusammen - die Highlights der Woche

1. Widersprüche bei den Nachbarn?

Während das niederländische Parlament sich mit Krypto-Experten über einen eventuellen staatlichen Coin und die Potentiale der Blockchaintechnologie austauschte, warnte die Autorität Finanzieller Märkte (AFM) vor den großen Risiken, die an Kryptowährungen haften.

Die Niederländische Zentralbank (DNB) testet momentan die Möglichkeiten einer niederländischen Kryptowährung und schielt neidisch auf Schweden, das wahrscheinlich schon in diesem Jahr die e-Krona herausbringen will. Unterschiedliche Parteien halten es für sinnvoll, die Möglichkeiten einer staatlichen weiter zu erkunden. „Sollte aber Bitcoin völlig zusammenbrechen und Menschen ihr ganzes Geld verlieren, wird das Projekt sofort eingestellt,“ sagte ein Mitglied der liberalen VVD, die im Moment regiert.

Die AFM betont, dass Kryptowährungen „keine Games“ sind und „Bitcoin kein Spiel“. Investitionen in Coins hält die Behörde für riskant, Terminkontrakte möchte sie verbieten. Noch werden diese an der niederländischen Börse nicht angeboten.

Wir behalten die Entwicklungen im Blick.

 

Am 24.01.18 hier und hier gelesen.

 

2. Großbritannien will Blockchaintechnologie fördern

Im Rahmen des Projektes Innovate UK will die britische Regierung 19 Millionen Pfund (ca. 26.6 Mio EUR) für die Entwicklung neuer Technologien wie u.a. Blockchain zur Verfügung stellen. Unternehmen, die an innovativen Produkten oder Dienstleistungen mit neuen Technologien arbeiten, können bis Ende März einen Antrag stellen.

Für diejenigen, die Akademiker werben, werden darüber hinaus noch 12 Millionen Pfund lockergemacht. Das Angebot ist für Unternehmen, aber auch Forschungs- und Tech-Gruppen gedacht. Maximal 30% der Gesamtkosten dürfen mit der Förderung abgedeckt werden, andere Kosten müssen die Antragsteller selber tragen.

Innovate UK hat in der Vergangenheit bereit viele Förderungen für Blockchain-Ideen vergeben. Diesmal sind die Richtlinien etwas breiter: auch Unternehmen, die mit Artificial Intelligence (AI), Maschinenkommunikation und virtual reality arbeiten können sich bewerben.

 

Am 24.01.18 hier gelesen.

 

3. Sammelklage gegen BitConnect eingereicht

BitConnect mag sich auf sein neues ICO mit BitConnectX freuen, aber seine ehemaligen Investoren sind mit dem alten Produkt BCC noch nicht fertig. In Floridas Southern District wurde eine Sammelklage gegen die Plattform eingereicht.

Das System, in dem Investoren der Plattform Geld in Form von BitConnect leihen sollten und dafür angeblich bis zu 3.000% Gewinne im Jahr ausbezahlt bekommen, bricht möglichweise die Securities Act – ein fast 100 Jahre altes Aktiengesetz, das Investoren vor Schneeballsystemen und anderem Betrug schützen soll.

Sechs Personen, die zusammen 771.000 USD in BitConnect investiert hatten, versuchen über diesen Weg ihr Geld zurückzubekommen. Die Klage, die online einzusehen ist, setzt die Herangehensweise von BitConnect mit einem Lied vom Musical über Alice in Wunderland gleich und wirft der Plattform u.a. die Manipulation des Market Caps und illegales Recruiting mit einem Schneeballsystem vor.

Interessant ist aber, dass die Klage insbesondere an einzelnen Promotors von BitConnect geht, die über Kanäle wie YouTube neue Investoren warben. Unter denen sind Trevon Brown (aka Trevon James) und CryptoNick.

Weitere Opfer von BitConnect können sich der Klage anschließen.

BitConnect hat noch kein öffentliches Statement zur Klage abgegeben.

 

Am 25.01.18 hier gelesen.

 

4. Koreanische Exchanges bestraft wegen mangelhaften Datenschutz

Die südkoreanischen Exchange Plattformen Upbit, Ripple4y, Coinpia, Youbit, Korbit, Coinone, Coinplug und Eyalabs müssen aufgrund von unzureichendem Datenschutz Strafgelder von 9.000 bis 14.000 USD zahlen.

Die Plattformen hielten sich im letzten Quartal von 2017 nicht an der Information and Communication Network Act – eines der koreanischen Gesetze für Verbraucherschutz. Daten von Usern wurden nach Kündigung des Accounts nicht innerhalb von einem Jahr gelöscht und manche Plattformen speicherten die Daten der Trader auf ausländischen Servern.

Die Korea Communications Commission (KCC), gibt den genannten Exchanges 30 Tage Zeit, um die Probleme zu beheben. Das Gremium will auch klare Regeln für das Management von Wallets und private Keys formulieren.

Vor kurzem wurde in Südkorea schon die Abschaffung von anonymem Traden angekündigt.

 

Am 25.01.18 hier gelesen.

 

5. GDAX geht Kooperation mit Trading Technologies ein

GDAX, die Krypto Exchange Plattform von Coinbase, lässt sich auf eine Zusammenarbeit mit dem Software Provider Trading Technologies (TT) ein. Dadurch können die Nutzer der TT Plattform jetzt auch die Kryptokurse sowie die Terminkontrakte (Futures) im Blick behalten.

Die Nachfrage nach Kryptowährungen aus der Community hat dazu geführt, dass TT nach einem Kooperationspartner in dem Bereich gesucht hat, sagt CEO Rick Lane von Trading Technologies. Seine Kunden bekommen Zugang zu den Daten und Graphen der Kryptowährungen und können ab jetzt auch die Tools von GDAX für Trades und Spread Trades verwenden.

Der Direktor von GDAX, Adam White, freut sich insbesondere über das Timing: „TT bietet dem modernen Futures Trader die besten und allgegenwärtigsten Tools an und der Zugang zum Kryptomarkt lässt tausenden von Investoren geschmeidig und sicher an die neuen Produkte ran.“

Trading Technologies hat Zugriff auf 45 Börsen weltweit. Unter denen finden sich auch die Deutsche Börse, Intercontinental Exchange, Nasdaq sowie CME Group und Cboe, die im vergangenen Jahr mit den ersten Bitcoin Futures angefangen haben.

Am 26.01.18 hier gelesen.

 

6. YouTube Werbung zieht Strom und CPU für Mining

Unterschiedliche Virenschutzprogramme, darunter das weitverbreitete Avast, stellten in der vergangenen Woche Krypto Mining Code in Anzeigen bei YouTube fest. Die Werbungsclips enthielten JavaScript, der Rechenleistung vom User für das Mining von Monero zieht. In den meisten Fällen handelte es sich um den Code, den Coinhive zur Verfügung stellt. In ca. 10% wurden eigene Codes verwendet, die keinen Anteil der Gewinne an Coinhive auszahlt. Der User bemerkt in der Regel nicht, dass seine Rechenleistung für Mining verwendet wird, aber die Scripts ziehen bis zu 80% der CPU.

Die Angreifer nutzen die Google DoubleClick Werbungsplattform und zielten auf YouTube Zuschauer in unterschiedlichen Ländern, darunter Japan, Frankreich, Taiwan, Italien und Spanien. Troy Mursch, ein unabhängiger Researcher, vermutet, dass YouTube ausgesucht wurde, da User relativ viel Zeit auf der Seite verbringen. Im vergangenen Jahr wurde die Seite von Showtime, die Serien wie Homeland, Californication und Dexter produzierte und streamt, belagert.

Um alles noch schlimmer zu machen, wurden durch einige Scripts auch noch scammige Anzeigen für angebliche Antivirensoftware gezeigt.

Insofern bekannt, belastet der Coinhive Code zwar die Rechenleistung, aber nur während der User auf der betroffenen Seite verweilt. Es gibt keine Anzeichen, dass auch Malware, Ransomware oder andere gefährliche Programme heruntergeladen werden.

 

Am 29.01.18 hier gelesen.

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