Ontology Airdrop schlägt alle Rekorde, Augur on - Bancor off, EOS wackelt weiterhin und Bitcoin setzt auf Schnorr - die Highlights der Woche

#KryptoNews der letzten Wochen (04.-17.07.2018)

1.   Einer der größten Airdrops beginnt – aber nur für NEO-Besitzer

Man könnte meinen, dass Airdrop Rekorde mit den zahlreichen ERC-20 Token nur auf der Ethereum Blockchain aufgestellt werden, aber ONT beginnt nun einen NEO-Airdrop in Höhe von 42 Millionen USD.

Der Airdrop wird in zwei Phasen insgesamt 20 Millionen ONT Token an NEO Besitzer ausschütten.

Warum? Die Tokens sind ein Dankeschön von Ontology an die NEO Blockchain Technik für die Realisierung der Projekteinnahmen. Von Beginn an war die Zusammenarbeit mit NEO sehr eng und 10% der gesamten ONT Token gingen an den NEO Rat als Kooperationspartner.

Mit dem Airdrop Ende zieht Ontology allerdings auf eine eigene Blockchain um. Dementsprechend müssen ONT Besitzer nun ihre Tokens auf die neue Blockchain migrieren. Dafür haben sie bis 01.10.2018 Zeit und müssen beachten, dass auf dem neuen Mainnet die ONT Tokens nicht mehr teilbar sind. Bei einer Überführung von 2,2 Token würden nur 2,0 übrigbleiben und der Rest verschwindet.

Am 17.07.18 hier gelesen.

 

2.   Bancor APP wurde gehacked

Bancor ist als ICO Projekt mit hohen Einnahmen von über 150 Millionen USD letztes Jahr in die Kryptowelt gekommen. Es handelt sich um eine App bzw. einen Marktplatz für kleinere Kryptowährungen und erhielt Rückhalt von großen Investoren. Seit Beginn war das Projekt viel diskutiert und gilt als umstritten bei Kritikern. Jetzt wurde offenbar die App Ziel eines Angriffes.

Was ist genau passiert?

09.07.2018 – Bancor berichtet, dass es eine Sicherheitsverletzung im System gegeben hat, aber keine Benutzer Wallets betroffen seien. Die App wurde offline genommen, um den Fall zu prüfen.

10.07.2018 – Details zum Vorfall werden bekanntgegeben. Ein Wallet wurde benutzt, um verschiedene Tokens im Wert von ca. 35 Millionen USD zu entfremden. Als Reaktion darauf verhindert Bancor, dass die eigenen Tokens (BNT) transferiert werden können.

Das Problem an der Maßnahme war, dass das Bancor Team einfach die Tokens eingefroren hat. Das widerspricht dem Grundgedanken von dezentralen Apps (DApps) im Grundsatz und wurde von der Community scharf kritisiert.

Die Möglichkeiten, die das Bancor Teams besitzt diese Aktionen auszuführen, wurden bereits letztes Jahr in einer Detail-Analyse auf Medium untersucht und veröffentlicht.

12.07.2018 – Bancor reagiert mit einem Blogpost an die Community. Dort bezieht der Mitbegründer der Plattform keine direkte Stellung zu den Vorwürfen, dass die sie zentralisiert sei. Er bietet einen Ausblick auf die Zukunft des Projektes. Die App ist wieder online.

Laut den offiziellen Angaben seien Wallets der Benutzer nicht betroffen. Es wurde aus den Reserven gestohlen, aber auch dieser Fakt sorgt sicher nicht für endgültige Erleichterung in der Community.

Wie die Diskussion weitergeht, bleibt abzuwarten.

Am 17.07.18 hier gelesen.

 

3.   Aufwachen – Schnorr kommt!

Der nächste technische Sprung in Bitcoin soll kommen. Nach dem der Code mit der Integration von SegWit angepasst wurde, passierte eine Weile nicht viel im Bitcoin-Quellcode abseits kleiner Anpassungen. Jetzt steht mit Schnorr das bisher größte Update an.

Was ist Schnorr? Das ist eine neue Art, kryptographischer Schlüssel mit digitalen Signaturen zu generieren, die bisherige Probleme von Bitcoin in Bezug auf Privatsphäre und Skalierbarkeit in den Griff bekommen sollen. Entwickelt wird Schnorr vom Influencer und Programmierer Pieter Wuille, der seinerseits hofft, dass die Bitcoin Community seine Verbesserungen genauso adaptieren, wie es bei SegWit der Fall war.

Die Ziele sind klar: Bitcoin soll verbessert werden, auch wenn Schnorr nur ein Schritt und nicht das endgültige Ziel darstellt. Top-Bitcoin Entwickler sind unterstützend dabei und fördern das Projekt. Die zugrundeliegenden mathematischen Probleme sind nicht trivial und werden in technischen Bitcoin Entwicklermails diskutiert. Wir ersparen euch die Einzelheiten. 😉

Die allgemeinen Ansätze der Problemlösungen sind jedoch sehr interessant. Zum Beispiel sollen Transaktionen, die von mehreren Personen verifiziert werden (multi-sig transactions) mit Schnorr wie normale Transaktionen erscheinen. Diese erweiterten Transaktionen werden dadurch insgesamt günstiger.

Damit Schnorr auch tatsächlich in Bitcoin wiederzufinden sein wird, bedarf es noch einiger Monate an Programmierung, Tests und Feinarbeit. Die Verantwortliche wollen den Eingriff in den Kern der Funktionsweise von Bitcoin richtig planen und ohne Probleme über die Bühne bringen. Aus dem Grund ist Abwarten und Tee trinken angesagt.

Am 17.07.18 hier, hier (technisch) gelesen.

 

4.   Block.One kontrolliert EOS?

Die EOS Blockchain ist nach längerer Verzögerung seit 14.06.2018 live. Ende Juni hat Block.One, die Firma hinter dem Projekt, bekannt gegeben, dass sie im EOS Netzwerk an Votes teilnehmen wollen. Was bedeutet das?

EOS hat nur 21 Block Produzenten (Block Producers (BP), die aufgrund der geringen Anzahl schnell einstimmig sein können und so schnell Transaktionen bestätigen. Das spricht für EOS Anhänger für das System. Die 21 Block Produzenten werden gewählt in einem sich wiederholenden Prozess. So wird sichergestellt, dass Schlechte BPs entfernt werden können. Es wird also abgestimmt, welche 21 Organisationen den Job machen sollen. Diese werden dafür mit Tokens belohnt. Zur Auswahl stehen insgesamt allerdings nur 30 Organisationen.

Block.One kontrolliert 10% der EOS Token, die vor dem Start für Entwickler zurückgelegt wurden. Diese Tokens werden nach und nach über 10 Jahre ausgeschüttet. Bis dahin kann Block.One die Anteile nur im EOS Netzwerk nutzen (dazu gehört das Voting). Wenn Block Produzenten nicht ausreichend Support bekommen, ist das Voting nichts wert. Es könnte also dazukommen, dass Block.One die 30 Produzenten selbst bestimmt.

Das Problem vom Voting ist, dass die „reichen“ EOS User Kontrolle über das Netzwerk haben. In Diskussionen und Spekulationen wird angenommen, dass es im Interesse von Block.One ist, die besten und stabilsten Produzenten zu wählen, oder sogar fragwürdige Entscheidungen anderer Token-Wale zu unterbinden. Was Block.One mit der Machtposition tatsächlich anstellt, ist noch offen. Eine Erhöhung auf 50 BP würde die Kontrolle mindern und breiter unten den Token Besitzern streuen. Die Integration ist nicht besonders schwierig und würde maximal zwei Monate dauern.

Mit den Problemen aus der Vergangenheit tauchen neue Fragezeichen über EOS auf.

Am 17.07.18 hier gelesen.

 

5.   Augur schafft den Sprung – Dapp ist live

Augur ist Live. Das nächste Projekt, was lange für den offiziellen Start gebraucht hat, ist aus der Beta Phase in den Live Betrieb gewechselt.

Auf Medium wurde am 10.07. der offizielle Start vom Entwicklerteam bekannt gegeben. Das sich alles verzögert hat, war sicherlich für die Token-Halter nicht angenehm, aber die Entwickler konnten ihren Code gerade ziehen. Es gab in der Zeit ein Bounty Programm mit Belohnungen für Bug Reports.

Nach eigener Aussage der Entwickler war das umsichtige Vorgehen auch notwendig, weil die DApp die bisher komplexeste auf der Ethereum Blockchain sei. Nach dem Start ist die Kontrolle nun bei allen gleich.

Ein wenig mehr Hintergrund zu Augur: Mit der App kannst du wetten und zwar auf einfach alles. Einzige Bedingung ist, dass du das Ergebnis im RL (Real Life) verifizieren kannst. Als Beispiel kannst du wetten, ob Trump sich nochmal zur Wahl stellt oder schonmal das Ergebnis des nächsten Deutschland Länderspiels tippen. Der Unterschied zu anderen Wettanbietern besteht darin, dass kein Mittelsmann nötig ist. Ein Problem bleibt bestehen: wie wird das tatsächliche Ergebnis des Ereignisses zwischen den Parteien ermittelt und bewertet? Dafür kann der Wettersteller im Augur System „Reporter“ angeben. Dieser Reporter muss das muss REP (die Token von Augur) hinterlegen. Gibt es das Ergebnis inkorrekt an, verliert er die Tokens. Die Wetten selbst werden in ETH realisiert.

Gebühren der Plattform werden durch den Markt selbst bestimmt und „fallen soweit der Markt sie zwingt“. Des Weiteren wird es für Regierungen schwer sein, den Service zu verbieten, weil keine einzelne Instanz darüber Kontrolle hat. Möglicherweise ist die App interessant für Regionen, in denen Glücksspiele eigentlich verboten ist. Dezentralisiert halt…

Probleme im Anflug?

Ein wenig skeptisch sind sich die Verantwortliche bei der Skalierung der DApp. Sollte die Nachfrage der komplizierten Anwendung zunehmen, könnte die Ethereum Blockchain damit überfordert sein. Ein ähnlicher Effekt war in den Hochzeiten der von CryptoKitties zu beobachten. Transaktionen wurden langsam und teuer. Nach dem Start hatte Augur CryptoKitties sogar überholt in den Downloadzahlen im Bereich der DApps für Ethereum.

Wird Augur eine riesen Sache? Wie wettest du?

Am 17.07.18 hier gelesen.

 

6.   Schlechte Laune? Aaaaaaaaand it’s gone!

Heute kein Monero Mining 🐱

Monero-Kitten! Gefunden auf: https://www.instagram.com/minergate/
Monero-Kitten! Gefunden auf: https://www.instagram.com/minergate/

 

Wer schreibt hier? Ich bin Patrick und bin für die Webseite und einige Grundlagen Themen zuständig. Das Krypto-Traden bringe ich mir in einer Situation bei. Meine echten Investitionen sind langfristig. Des Weiteren mache ich Videobearbeitung, Grafiken und sehr viel rund um das Projekt cointrend.de.

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