Indonesien geht einen Schritt auf Kryptowährungen zu, EOS stolpert etwas im Launch, Mastercard sieht neue Möglichkeiten und Ripple spendet für die Forschung - die Highlights der letzten Woche

1.   EOS stößt auf erste Herausforderungen

EOS, die Nummer 5 in Kryptowährungen, ist nach einem fast einjährigen ICO (von angeblich 4 Milliarden USD) nun endlich live. Naja, nicht ganz live. Bis jetzt wurden Platzhalter-Tokens auf der Ethereum Blockchain verkauft. Diese werden nun in EOS auf der neuen Blockchain umgesetzt.

Die Liveschaltung ist aber kein klassischer Launch – nach der Freigabe des Codes (jetzt Open Source wie die meisten Projekte) wurde die EOS Blockchain erstmal eingefroren. Sogenannte Block Producer (die in der Lage sind, Blöcke zu erstellen) und die Devs testen jetzt erstmal Transaktionen auf einer Kopie der Blockchain.

EOS ist eine Blockchain mit dem delegated Proof of Stake (dPoS) System, was wir von NANO kennen (hier nachlesen). Um das Ganze in Bewegung zu bringen und die Blockchain auf dem Mainnet aktivieren zu können, müssen die EOS-Halter also ihre Block Producer wählen. Der Wahlprozess wurde schlecht gestaltet – viele User sind nicht in der Lage, ohne einfaches Interface zu wählen. Die Block Producer werden ähnlich wie Miner für ihre Arbeit belohnt. Die User sollten bis zu 30 Validators wählen – am Ende sollten dann 21 Supernodes im Netzwerk entstehen. Die Abstimmung ist ein fließender Prozess – Validators können nach jedem Block neu bewertet werden.

Leider kostet das Voting System und stellt sich in der Praxis meistens heraus, dass die meisten nur Tokens traden wollen und sich nicht wirklich für das Projekt oder Ökosystem dahinter interessieren oder engagieren. Andere Sorgen rund um EOS sind die möglichen Bugs im Code, betrügerische Kopien und Airdrops sowie die etwas schiefe Verteilung der Tokens – die 10 größten Holder haben 50% der gesamten Tokens. Das untergräbt nicht nur die Dezentralisierung sondern macht EOS auch anfällig für eine 51% Attacke.

Am 05.06.18 hier, hier, hier, hier, hier und hier gelesen.

 

2.   Und was ist mit Ripple?

Ripple spendet XRP im Wert von 50 Millionen USD an unterschiedliche Universitäten für die weitere Forschung nach Blockchaintechnologie. Die University Blockchain Research Initiative (UBRI) unterstützt Forschung und unterstreicht die ausbildende Funktion der Unis, die es im privaten Sektor nicht gibt.

Im Programm sind 17 Universitäten mit aufgenommen, darunter große amerikanische Namen wie Princeton, MIT und Berkeley, aber auch die niederländische Technische Universiteit Delft, die IIT Bombay und Unis in Luxemburg und auf Cyprus.

Jede Universität richtet mit der Unterstützung seine eigenen Projekte ein. Auf Ripple Insights werden ein paar Pläne kurz umrissen. Diese zeigen, dass die Einrichtungen eine ziemliche Freiheit genießen, ihre Studenten im Blockchainbereich gezielt zu fördern.

UBRI wird noch weiter ausgebaut und entwickelt, also kann es durchaus sein, dass später noch mehr Universitäten profitieren können und gegebenenfalls auch noch mehr finanzielle Mittel freigemacht werden können.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ripple eine größere Menge XRP für einen wohltätigen Zweck locker macht. Im Frühling spendete das Projekt eine größere Summe an öffentliche Schulen.

Am 05.06.18 hier und hier gelesen.

 

3.   Umarmt Indonesien doch die Kryptoszene?

Indonesien, eins der größten Schwellenländer mit einer Bevölkerung von über 250 Millionen, scheint sich jetzt doch mit Krypto anzufreunden. Die normalen Bürger waren schon sehr schnell dabei und haben in der Regel ein großes Interesse an den unterschiedlichen Währungen und Konzepten. Die Regierung hegte große Bedenken. Während die offizielle Haltung bis jetzt von der Ablehnung von Kryptowährungen seitens der nationalen Bank geprägt wurde, scheint die Regierung bzw. das Handelsministerium seine Auffassung jetzt doch aufzulockern. Kryptowährungen sollten zukünftig als Anlagen behandelt und der Handel entsprechend reguliert werden.

Dies wird eine große Auswirkung auf die Indonesier haben. Fast jeder hat nämlich ein Handy und in den meisten bewohnten Gebieten gibt es die Möglichkeit, ins Netz zu kommen. Zugang zu einer Bank haben allerdings nur 20% der Bürger. Das liegt teils am indonesischen Bankensystem, teils an der weitverbreiteten Armut und teils daran, dass die Banken nur in den Großstädten zu finden sind. Kryptowährungen würden für viele Menschen eine interessante Alternative oder Ergänzung der nationalen Rupiah sein. Sowieso wird in Indonesien jetzt schon alles per App abgewickelt (Taxi, Einkaufen, ÖPNV, Nachrichten, usw.)

Dennoch kann man der Blockchain Start-Up Pundi X als mutig beschreiben: die Firma erließ jetzt schon ein POS-Gerät in Indonesien. POS > Points-of-Sale sind die Malls, Cafés und höchstwahrscheinlich auch die kleinen Straßenläden, in denen mit dem Gerät dann mit Krypto gezahlt werden kann. Um die jetzigen Kryptogesetze zu umgehen, ist das Gerät im Standardmodus für Kredit- und EC-Karten ausgelegt. Die Kryptofunktion muss extra eingestellt werden. Pundi X möchte Bargeld ersetzen, was in Indonesien jetzt noch der absolute Standard ist.

Am 05.06.18 hier, hier und hier gelesen.

 

4.   Mastercard fragt neues Blockchain-Patent an

Kreditunternehmen Mastercard hat in den Staaten ein neues Patent angemeldet. Mithilfe von Blockchaintechnologie sollte es möglich werden, die Echtheit von Gutscheinen zu überprüfen. Die „Method and System for Authentication of Coupons via Blockchain“ wurde am 31. Mai bei der amerikanischen Patentbehörde USPTO eingereicht.

Da es in einer Blockchain unmöglich ist, Daten zu kopieren oder nachträglich zu manipulieren, eignet sie sich sehr gut für die Speicherung von Gutscheinen. Für die normalen Nutzer wird allerdings ein Interface gebraucht und die Frage, mit wie vielen Daten die Gutscheine verknüpft werden müssen, ist auch noch nicht ganz geklärt.

Ob die Idee tatsächlich umgesetzt wird, bleibt erstmal unsicher. Mastercard ist dafür bekannt, viele Patente mit technischen Ansätzen einzureichen, aber nicht per se umzusetzen. Dennoch scheint das Unternehmen es mit Blockchain tatsächlich ernst zu meinen.

Am 05.06.18 hier gelesen.

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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