EOS stolpert weiter, Crypto Collectibles setzen sich durch, Cryptoshopping in Ljubljana und South Park ist voll lustig - die Highlights der Woche

1.   EOS Blockchain live. Bis auf den mehrstündigen Freeze.

EOS macht es sich nicht leicht. Nach einigen Stolpersteinen im Anlauf zum Launch sah es vorübergehend so aus, als hätte EOS den Sprung dann doch geschafft. Das Voting scheint halbwegs zu funktionieren, zumindest wurden die benötigten 150 Millionen Stimmen erreicht, und gibt es jetzt ausreichend „Block Producers“ (entspricht in etwa Miner/Stakeholder), um die Blockchain am Leben zu halten. So weit so gut.

„Wir schreiben KryptoGeschichte!“ – die EOS Community war sehr aktiv in den sozialen Medien, als die ersten Transaktionen auf der eigenen Blockchain abgewickelt werden konnten. Vier Milliarden Dollar nahm das Unternehmen Block.one in dem einjährigen ICO. Das Produkt hinter EOS: Data Computing und Cloud Hosting wie es Google und Amazon anbieten, aber dann selbstverständlich dezentralisiert.

Stichpunkt „dezentralisiert“…

Für die Bestätigung von Transaktionenverlässt sich EOS auf 21 Block Producers. Diese sollten immer wieder demokratische gewählt werden, aber in der Regel sind Token Holders nicht besonders aktiv oder emotional investiert im Ökosystem eines Coins. Zudem liegen die Tokens zum größten Teil auf Exchanges und müssten zum Voting erstmal abgehoben werden, was allerdings nicht ohne den Block Producer geht, für den man seine Stimme abgeben wollte… Ups.

Der größte Ups kam allerdings, als die Blockchain noch keine 48 Stunden nach dem Launch völlig lahmgelegt wurde. Grund: kleine Anpassungen und Optimierungen im Code waren notwendig. Entsetzend: EOS Authority schickte die „beruhigende“ Nachricht raus, dass alle Block Producer miteinander in einem Conference Call waren und gemeinsam die Blockchain „pausiert“ hatten.

In einem dezentralisierten System darf dies eigentlich gar nicht möglich sein. Kommt noch dazu, dass 50% der EOS Tokens auf nur 10 Adressen gehalten werden. Die Block Producers sitzen fast ausschließlich in China und Nordamerika. Aus diesen Gründen wird EOS momentan von vielen Kryptoexperten angegriffen.

Hoffentlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten EOS-Freeze-Memes auftauchen.

Am 19.06.18 hier, hier und hier gelesen.

 

2.   BTC City in Ljubljana will erster Krypto Shoppingcenter werden

Der große Shopping Komplex BTC City in Ljubljana (Slowenien) will zum Crypto-Mall werden. Über 500 Läden sollten demnächst für ihre Produkte und Leistungen Kryptowährungen akzeptieren. Die Abkürzung des Shopping Centers wird somit raffiniert umgedeutet: innerhalb kürzester Zeit wird keiner mehr an Blagovno Transportni Center denken, wenn sie BTC City lesen.

Das Projekt wird umgesetzt in Kooperation mit Eligma, eine Kryptofirma mit einem AI Bezahlungssytem namens EliPay. Der ICO wurde gut bewertet und ist auch erfolgreich ausgegangen. Die Tokens können über Livecoin und Bancor gekauft werden – ich kann sie auf die Schnelle allerdings nicht bei CMC finden.

Der Kanal UR24, der über BTC City berichtete, hat in der Mediathek den Beitrag zur Verfügung gestellt. Im Video sehen wir, wie sich eine blonde Dame bei Subway ein Brötchen gönnt und mit dieses mit irgendeiner Kryptowährung bezahlt. Sekunden später scannt sie ohne mit dem Auge zu zucken auch den QR Code von einem nagelneuen BMW i8 im Wallet. Mit der slowenischen Wirtschaft läuft es anscheinend recht gut.

Leider reichen meine Sprachkenntnisse nicht, um alle Informationen aus dem Beitrag mitzubekommen. Ob sie nur Eli annehmen, oder auch andere Währungen, wie der Name BTC vermuten lässt? Ob man im Laden warten muss, bis mindestens 2 Bestätigungen der Transaktion Durch sind? Oder mit off-Chain Transaktionen? Ich weiß es nicht. Aber dass sich Kryptowährungen in vielen Ländern durchsetzen werden, sobald einfache POS-Geräte und simple Benutzerflächen für den Kauf vorhanden sind, wird immer eindeutiger. Yay Krypto!

Am 19.06.18 hier und hier gelesen. Eligma Seite ist hier.

 

3.   Na klar – Fußballkärtchen auf der Blockchain

CryptoStrikers verkauft digitale Päckchen mit Fußballkärtchen. Sammler bekommen pro Päckchen 4 digitale Karten mit internationalen Fußballspielern. 500 glückliche Käufer können anstatt von 0.025 auch 0.05 ETH in ein „premium pack“ investieren. Damit haben sie eine größere Chance auf Kärtchen, die im Spiel nur selten vorkommen. Vermutlich wird es einen CryptoStriker Marketplace geben, wo gehandelt und getauscht werden kann.

Warum spende ich diesem dämlichen CryptoKitties-Plagiat wertvolle Pixel auf der Cointrendseite? Da es ein weiteres Zeichen ist, dass sich die ERC721-Tokens immer mehr durchsetzen in Produkten, die sich ausgezeichnet für den Mainstream eignen. Die sogenannten NFTs (non-fungible tokens > jeder Token ist einzigartig und hat einen eigenen Wert, der durch Nachfrage und Angebot beeinflusst wird) werden immer öfter in DApps und Blockchain-Games eingesetzt.

Warum das wichtig ist? Da der Mainstream nur über zwei Funktionen an Kryptowährungen herangezogen werden kann. Entweder sie müssen eine einfache und kostengünstige Alternative zu normalen FIAT Transaktionen bieten, oder sie müssen mit casual Games eine große Zielgruppe erreichen. Was haben wir mit unserem ersten Nokia gemacht? Angerufen, ja – aber das war voll teuer, also? Genau, Snake gespielt. Wenn man im Zug und im Stau sein Smart Phone in die Hand nimmt und durch seine CryptoKitties stöbert, ist die DApp angekommen. Wird nicht passieren, denn Collectibles eignen sich dazu weniger.

Die kleinen Games, die jetzt aber mithilfe von ERC721 Tokens und kleinen, eingebauten Mechanismen entwickelt werden, eignen sich aber schon. Hiermit können Bewegungen, wie ablegen, tauschen usw. simuliert werden. Die ersten online Kartenspiele sind fast da. Stell dir vor, online Skat, Kuhhandel oder Munchkin per DApp auf dem smart phone mit Freunden oder willkürlichen Gegnern zu spielen.

Ich vermute, dass hier eine große Chance für die Massenadaption von dezentralisierter Software und den einzigartigen ERC721-Tokens liegt. Ob es dann Kätzchen, Drachen, oder Fußballspieler sind, die den Markt erobern, ist mir eigentlich egal 🙂

Am 19.06.18 hier gelesen. Verstehen, was ERC721-Tokens sind? Hier lesen.

 

4.   Thailand winkt die ersten 5 ICOs durch

Noch müssen sie sich ein wenig gedulden, bis das Dekret vom König zum Thema Kryptowährungen durch ist, aber dann können fünf Unternehmen in Thailand ihre ICOs starten. Die thailändische SEC beurteilt im Moment um die 50 Anfragen für Initial Coin Offerings.

Die Kommission prüft bei den Projekten, ob ausreichend kommerzielles Potential vorhanden ist und reguliert die Einnahmen. Für einzelne Investoren wird wahrscheinlich festgelegt, dass sie maximal 9.000 USD in ein Projekt investieren dürfen. Exchanges, Broker und Händler müssen sich alle bei der thailändischen SEC registrieren, um ihre Aufgaben legal fortsetzen zu können.

Wenn das Dekret und die entsprechenden Gesetze greifen, wird Thailand einer der ersten Nationen sein, die komplett regulierte ICOs möglich macht. Bermuda und Russland sind ebenfalls dabei, gesetzliche Rahmenbedingungen für Kryptowährungen und ICOs zu kreieren. Die Duma sollte im Juli oder August über die wichtigsten Gesetze abstimmen.

Am 19.06.18 hier gelesen.

 

5.   India macht so ungefähr das Gegenteil

Wer nach der Nachricht aus Thailand eine zu optimistische Einschätzung der Kryptoregulierungen im asiatischen Raum hatte, kann mit den Neuigkeiten aus Indien direkt wieder runterfahren. Die Reserve Bank of India (RBI) hat vor mehreren Monaten alle Geschäfte mit Krypto-Unternehmen für ihre Mitgliedsbanken gesperrt.

Mit einer Anfrage im Rahmen eines Informationsfreiheitsgesetzes hatte Blockchain-Befürworter Shri Varun Sethi nach einer Begründung für die Entscheidung gefragt. Die Antwort seitens der RBI wirft nicht wirklich ein Licht auf Argumentation. Laut der Bank verpflichtet das Gesetz sie nicht, zu den folgenden Themen eine Aussage zu treffen:

  • Ob sich eine Kommission oder anderer Ausschuss mit Blockchaintechnologie oder Kryptowährungen beschäftigt hat.
  • Ob es eine Begründung oder Quellenangabe für die Behauptung gibt, dass Kryptowährungen hauptsächlich für illegale Zwecke eingesetzt werden.
  • Ob die RBI Informationen zu den vorhandenen Exchanges in Indien gesammelt hat.
  • Ob die RBI an einer Formulierung von Rahmenbedingung für den Umgang mit Kryptowährungen im nationalen Bankensystem arbeitet.

Übrigens hat die Zentrale Bank in India auch schon festgelegt, dass die Unternehmen, die von der Bank reguliert werden, ebenfalls keine Geschäfte mit Krypto-Unternehmen machen dürfen. Wer diese in der Vergangenheit gemacht hat und fortsetzt, wird aus der Bank gekickt.

 

6.   Schlechte Laune? Aaaaaaaaand it’s gone!

Wer jetzt denkt, dass er (oder sie!) total deprimiert weiter surfen muss, kann sich zur Aufmunterung gerne folgendes South Park meets Bitcoin Video antun.

 

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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