Wieder ein EOS Freeze und ein BTC-ATM in NL, Tron Blockchain fast selbständig, McAfee knickt vor SEC und ALQO hat ein paar News - die Highlights der Woche

1.   Schiphol Airport stellt Reisenden einen Bitcoin-ATM hin

Fußball können sie nicht mehr, ihre Musik lässt ziemlich nach und die Küche war noch nie was. Wenn es aber um Krypto geht, haben es die Niederländer drauf. Insbesondere dann, wenn man schnell und einfach an Touristen verdienen kann – das Sondertalent der Hauptstadt Amsterdam. „Die lokalen Euro können gegen den globalen Bitcoin getauscht werden“, schwärmt der Text auf der Flughafenseite. Ist übrigens bei Aktivitäten auf Schiphol gelistet.

Von der Idee her super – wer durch Europa gereist ist und von Amsterdam Schiphol zurück in die Heimat fliegt, kann seine letzten EURO einfach in BTC oder ETH packen. Aber so ganz niedlich wird es in der Praxis nicht sein. Der Höchstbetrag von 100 EUR ist halbwegs logisch – Schiphol hat natürlich keine Lust auf KYC verfahren. Wer aber genauer hinschaut, sieht schon noch ein paar kleine Nachteile. Die Automaten sind aus dem Portfolio von Byecoin, einem niederländischen Kryptounternehmen. Diese verbinden sich mit dem Account der Firma, der seine Coins auf Kraken liegen hat und dir welche davon verkauft.

Eure Reporterin war schon mal an einem ähnlichen Automaten und du kannst hier nur Geldscheine abgeben. Also nicht die nervigen Münzen, von denen du nach jedem Urlaub im Ausland ca. 1000 einstecken hast. Auch wenn die niederländischen Zeitungen hartnäckig was Anderes behaupten. Übrigens werden die im Zeitungsladen gegenüber auf keinen Fall die ganzen Münzen gegen Scheine wechseln. Darüber hinaus kann ich nur hoffen, dass der kleinste Schein nicht 50 EURO ist, wie bei den mir bekannten Automaten.

Bis Ende 2018 bleibt der Automat erstmal auf Schiphol Plaza stehen. Danach wird „geprüft, ob die Bedürfe der Reisenden abgedeckt werden.“ Jaja. Das ist Schiphol-Speak für „wenn wir hier eine Gewinnspanne von 8.000% festhalten können, sowie es uns bei Kaffee und Brötchen gelingt, darf er bleiben.“

Bin ich jetzt übertrieben kritisch? Nein – ihr erwartet von uns recherchierte Artikel und Lotte kennt ihre Heimat. Anderseits? Ja – in den Niederlanden hat jetzt echt jeder Reisende, Besucher und Hilfshund Zugriff auf Kryptowährungen. Hier kommt es groß in den Nachrichten, wenn ein Banker oder Politiker was Positives zur Blockchaintechnologie zu melden hat. Im finanziellen Bereich sind fast alle Länder Deutschland Lichtjahre voraus.

Ich kann nur noch davon ausgehen, dass der erste deutsche Krypto-Automat für BER geplant ist.

Am 26.06.18 hier, hier und hier gelesen.

 

2.   TRON hängt noch an der Etherchain

Die TRON Blockchain konnte sich an seinem Independance Day noch nicht komplett von seiner Mutti trennen. Während die neue Blockchain wie geplant im Mainnet laufen könnte, sind noch nicht alle Daten von der Etherchain migriert worden. Somit musste die ganze Timeline etwas angepasst werden.  Erst wenn der Tokentausch vollständig abgeschlossen ist, können die User ihre TRX Tokens verwenden, um Validators oder „Superrepresentatives“ zu wählen. Diese werden dann in einem delegated Proof of Stake (dPoS) Verfahren die Blöcke der Blockchain produzieren.

Jeder Token repräsentiert eine Stimme und ein Superrepresentative braucht mindestens 100 Millionen Stimmen, um gewählt zu werden.

Bevor die Tron Tokens, die jetzt auf Exchanges liegen, auch wieder abgehoben werden können, wird es noch wenige Tage dauern – Tron versorgt sie gerade mit den neuen Tokens. Nervig, wenn deine TRX tokens auf einer Exchange liegen, die den Wechsel zur eigenen Blockchain nicht unterstützt.

Am 26.06.18 hier und hier gelesen. Sehen was der Stand ist? Geht hier: https://tronscan.org/#/ .

 

3.   Und…? Nein, immer noch nicht dezentralisiert: EOS

Am Anfang haben wir uns noch Mühe gegeben, EOS als selbständige Blockchain ernst zu nehmen. Für uns sind Blockchains und Kryptowährungen aber immer dezentralisiert. Der Freeze bei EOS letzte Woche war keine Ausnahme. Diese Woche schaffte es das Projekt wieder zwei Mal in die Nachrichten mit krassen Eingriffen im eigenen Ökosystem.

Am 22. Wurde bekannt, dass die sogenannten Block Producers (BP) die User vor einem Diebstahl in Höhe von 20.000 USD in EOS schützen wollten. An sich eine noble Idee, aber was haben sie genau gemacht? Ich bleibe hier nah an der Beschreibung von Coindesk, die es ganz gut trifft.

EOS wurde zunächst auf die Etherchain von Ethereum aufgesetzt. Die im ICO verkauften EOS Tokens lagen entsprechend auf der Etherchain. Letztes Wochenende sollte die EOS-Blockchain live gehen. Deswegen mussten die Tokens von Ethereum zu EOS migriert werden und mussten die Token Holder ihre Wallets anmelden. In dem entstandenen Chaos konnten Scammer an die private Keys einiger User kommen. In Krypto heißt das: Pech gehabt, Tokens weg. Nicht bei EOS – fast alle Tokens waren noch angebunden (staked) und konnten die ersten 72 Stunden eh nirgendwo hin.

Die betroffenen User meldeten sich bei dem EOSIO Core Arbitration Forum (ECAF), der bei Konflikten entscheiden soll. Das Forum saß allerdings nur doof da, weil es sich in dieser Phase noch nicht für zuständig hielt. Daraufhin taten sich die BPs mal wieder zusammen und frierten die Accounts ein, bis das ECAF sich äußern kann.

Wie geht denn das? Das geht, da das „Grundgesetz“ von den EOS-User noch nicht verabschiedet wurde und das Forum sich noch nicht auf die Nutzer beziehen kann. Bis dahin – du vielleicht auch danach – haben die BPs mehr Macht als viele für richtig halten. Für die Blockchain an sich bedeutet die Macht des ECAF und der BPs, dass eine Transaktion niemals finalisiert wird, da immer wieder geklagt werden kann.

Ist der Ruf erst ruiniert…

Nun hat das ECAF den Block Producers befohlen, die Transaktionen von insgesamt 27 Accounts nicht zu verifizieren/bearbeiten. Die Begründung für diese Entscheidung möchte das Forum zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen. Manche User sehen hierin wieder einen Versuch, die pösen, pösen Phishing Scammer um ihre Beute zu bringen, andere greifen sich an den Kopf und fragen sich, warum sie in eine zentralisierte Blockchain investiert haben.

Werden das Forum oder die Block Producer sich weitere von diesen Späßen leisten, wird Cointrend nicht mehr darüber berichten. Nach diesem dritten Freeze haben wir die Quintessenz verstanden.

Am 26.06.18 hier und hier gelesen.

 

4.   Eine Sorge weniger? John McAfee lässt ICOs sein

John McAfee, der vor allem durch seine Sicherheitssoftware bekannt wurde, hat sich in den letzten Jahren auch in Krypto einen Namen gemacht. Einen teuren Namen – McAfee nimmt pro Tweet für einen ICO (oder gern auch mal einen Pump & Dump) 100.000 USD ein. Dafür verfügt er dann auch über eine ordentliche Reichweite – der offizielle Account von McAfee hat ca. 843.000 Follower.

Ab sofort wird John McAfee sich nicht mehr über Twitter zu ICOs äußern. Die amerikanische Finanzbehörde SEC habe ihn wohl unter Druck gesetzt, twitterte der Kryptoguru. Dies sei total unfair, aber eben die Realität. Zugegeben, wenn ich ein 100.000-Pro-Tweet-Geschäft hätte, würde ich das auch ungerne aufgeben.

Wie dem auch sei – die SEC reguliert auf dem amerikanischen Markt immer mehr und legt von immer mehr Währungen fest, ob sie als Währung oder Effekten behandelt werden. Ether z.B. wurde vor wenigen Tagen als Währung eingestuft. Was die SEC Herrn McAfee in den „Drohungen“ genau gesagt hat, wird aus dem Tweet nicht deutlich.

Er arbeite nun an einer „gleichwertigen Alternative“ zu ICOs, auf die die SEC keinen Zugriff hätte. Was er damit genau meint ist noch unklar und leider gibt es auch keine Verlinkung zu einem White Paper oder anderen Artikel.

Ob John McAfee sich jetzt auch von Pump & Dump Scams distanziert, ist unklar, wäre aber eine wunderbare Nebenwirkung. Für Tweets in dem Bereich nimmt er ähnlich Beträge.

Am 26.06.18 hier gelesen.

 

5.   ALQO haut ein paar News raus

Da sich viele in der Cointrend Trading Gruppe für ALQO interessieren, gibt es heute mal ein paar Neuigkeiten aus dem #announcements Channel in ALQOs Discord.

  • Liberio wird demnächst gelauncht (die Beta-Version wurde intern schon geprüft und ausgebessert), im Laufe der Woche werden Screenshot von dem neuen Interface veröffentlicht.
  • Der ALQO Explorer API wird zusammen mit Liberio zur Verfügung gestellt. In den nächsten zwei Wochen wird der Explorer komplett neu programmiert und gestaltet. Wer sich an der Diskussion rund um das Design beteiligen will, kann sich über Discord oder Twitter einmischen.
  • Die Papierschlacht wurde gewonnen und ALQO arbeitet jetzt eng mit der schweizerischen trading Plattform Bitfineon zusammen. Im Backend ist alles geklärt und gemacht und nur im Frontend Bereich werden die letzten Details gemacht. Das Interface wird in einem Q&A vorgestellt und das Release Datum für die Betaversion ist immer noch Q3 2018.
  • Coinfolium wird neugestaltet (sowohl Front- als Backend werden überarbeitet). Da die Prio nicht besonders hoch ist, wird kein genaues Datum gegeben. Voraussichtlich kann aber Q3 2018 aus der Timeline eingehalten werden.

 

6.   Schlechte Laune? Aaaaaaaaand it’s gone!

How I spend money
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Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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