Binance-Angriff geht glimpflich aus, der Petro ist illegal, Buterin stellt Plasma Cash vor, John Oliver versteht Krypto und Marie Valek studiert BTC Scams - die Highlights der Woche

1. Binance Attacke für die meisten User glimpflich ausgegangen

Vergangenen Mittwoch berichteten Binance Kunden in den sozialen Medien, dass ihre Accounts leergeräumt und ihre Kryptowährungen zum Marktpreis gegen Bitcoin (BTC) getauscht wurden. Die BTC wurden wiederum in viacoin (VIA) investiert.

Die chinesische Trading Plattform bestand zunächst darauf, dass es keinen Hack gegeben hat.

Allerdings sind mehrere Benutzer Opfer von einem Phishing Scam geworden. Betrüger haben über Monate versucht, mit einem gefälschten Tool die Einloggdaten der Binance Accounts bekommen. Danach haben sie mit einem selbst erstellten Trading API Key die VIA/BTC Order platziert. Die Sicherheitsmechanismen von Binance haben das ungewöhnlich hohe Tradingvolumen registriert und der Großteil der unregelmäßigen Transaktionen konnten wieder rückgängig gemacht werden. Einige User, die ihre Einloggdaten im Phishing freigegeben haben, werden ihre Bitcoin aber nicht zurückbekommen, da sich Binance nicht in der Lage sieht, hier zu helfen.

Changpeng Zhao, CEO von Binance, meldete sich später nochmal bei Twitter. Die Hacker, die am nicht-Hack beteiligt waren, haben am Ende der Geschichte sogar Geld verloren. Die gestohlenen Bitcoin und die viacoin, die damit gekauft wurden, hat die Börse erstmal eingefroren. Diese Beträge, so Zhao, werden einer Binance Charity gespendet.

Der Bitcoin Kurs fiel während der Probleme um 1.200 USD innerhalb einer Stunde, während der viacoin Kurs auf einmal auf knapp 7 USD hochschoss. Beide Kurse haben sich mittlerweile wieder eingepegelt.

Am 08.03.18 hier, hier und hier gelesen.

 

2. Buterin, Robinson und Floersch tun sich zusammen in Plasma-Optimierung

Joseph Poon, Gründer des Lightning Netzwerkes und Vitalik Buterin, Mitgründer von Ethereum, stellten letztes Jahr ein Whitepaper zu Plasma online. Auf sehr spartanischen Webseite sind eine Zusammenfassung und ein knapp 50-seitigen Paper zu finden, in dem eine on-chain Lösung für die Skalierbarkeit von Blockchains vorgestellt wird. Als Beispiel wird im Paper von der Ethereum-Blockchain ausgegangen, aber Plasma könnte auch auf andere Chains aufgesetzt werden.

Ganz kurz erklärt umfasst Plasma die Möglichkeit, mit Smart Contracts sogenannte Child Blockchains zu kreieren, deren Inhalte extrem komprimiert in die Hauptblockchain aufgenommen werden. In einer Hash-Baum-Struktur (check Wikipedia) können beliebig viele Stufen von Child Blockchains erstellt werden, die mit Proof-of-Stake verifiziert werden. Daten aus allen Blockchains werden durch Hashing minimiert und nehmen so nur einen winzigen Bruchteil vom Platz auf der „echten“ Blockchain ein.

Allerdings bietet Plasma keine komplette Lösung für eine exponentielle Skalierbarkeit. Deswegen hat Buterin jetzt, in Zusammenarbeit mit den Entwicklern Dan Robinson und Karl Floersch einen Verbesserungsvorschlag namens Plasma Cash gemacht. Plasma Cash konvertiert eingezahlte Coins (z.B. Ether) in personengebundene Plasma Coins. Diese können nicht von Fremden ausgegeben werden und würden somit die Inhaber auch vor Hacks von online Exchanges schützen.

In Kürze wird auf cointrend.de ein Artikel mit einer ausführlichen Erklärung von Plasma und Plasma Cash erscheinen.

Am 03.03.18 hier und hier gelesen.

 

3. Last Week Tonight setzt sich mit Krypto auseinander

Seit 2014 läuft im amerikanischen Sender HBO eine Late Night Show namens Last Week Tonight with John Oliver. Der britische Komiker nimmt in der Regel jeden Sonntagabend ein oder zwei Themen unter die Lupe, die von den „normalen“ Nachrichten vernachlässigt wurden. Weltberühmt im Netz sind die Folgen über Netzneutralität und Donald Trump. Letzten Sonntag waren Kryptowährungen dran.

Der 25-minütige Beitrag – das ist recht lang für LWT – erklärt Bitcoin, die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen im Allgemeinen. Natürlich wird nicht bis ins Detail auf die Technik eingegangen, aber für den Anfänger dürfte die Folge recht einleuchtend sein. Cointrend hätte sich natürlich gewünscht, dass die positiven Seiten und Potentiale von Kryptowährungen etwas mehr im Rampenlicht gestanden hätten…

Dennoch stehen auch wir zur Schlussfolgerung: Investiere niemals mehr Geld, als du bereit bist, zu verlieren und informiere dich, bevor du dein Geld überweist. #craeful

Am 12.03.18 hier geschaut.

 

4. Venezolanischer Petro illegal?

Die venezolanische Nationalversammlung Asamblea Nacional hat die Kryptowährung „petro“ illegal erklärt. Der Coin verstoße gegen das Grundgesetz und sei „noch ein weiterer Betrugsversuch des korrupten Regimes“ von Präsident Maduro, um „die Rücklagen der eigenen Bevölkerung zu unterschlagen“. Der Coin sollte eine stabile Währung neben dem fast wertlosen venezolanischen Bolívar werden und wird mit den nationalen Ölreserven gegenfinanziert – deswegen auch der Name Petro (von Petroleum). Die Nationale Gemeindeversammlung (lockere Übersetzung aus dem Spanischen) steht allerdings nach wie vor zum Coin.

Auf Papier ist Venezuela eine (demokratische) Bundesrepublik. Allerdings haben der jetzige Präsident Nicolás Maduro und sein Vorgänger Hugo Chávez so viel Macht an sich gerissen, dass Venezuela mittlerweile als Diktatur oder zumindest als „auf dem Weg zur Diktatur“ gilt. Die diplomatischen Beziehungen zu u.a. Panama und den Vereinigten Staaten sind unter Maduro gescheitert.

Was ist die Asamblea Nacional? Im Grunde genommen ist es das venezolanische Parlament. Seit den Wahlen im Jahr 2015 hat die Opposition in diesem Gremium eine einfache Mehrheit. Welchen Impact ihre Erklärung in der Praxis auf das Regime und die Währung von Maduro haben werden, wird sich in nächster Zeit herausstellen.

Und was ist denn die Asamblea Nacional Constituyente? Die ANC ist eine Art Gemeinderat, der 2017 von Maduro ins Leben gerufen wurde und zum Großteil aus seinen Unterstützern besteht. Die ANC unterstützt entsprechend die Pläne mit dem petro und steht immer noch hinter der Aufforderung an (staatliche) Unternehmen, die Kryptowährung zu akzeptieren.

Der Coin sollte eine Finanzspritze für die Wirtschaft sein und ein Weg um die internationalen Sanktionen gegen das Land bilden. Eher die Woche wurde berichtet, dass im Sale der Tokens bis jetzt 735 Millionen USD eingenommen wurden. Lese hier unsere frühere Berichterstattung über die südamerikanische Kryptowährung.

Am 08.03.18 hier gelesen.

 

5. Bitcoin Scams wissenschaftlich präpariert

Marie Vasek, eine Dozentin an der University of New Mexico (Albuquerque) hat in einem Forschungsprojekt die Eigenschaften von Bitcoin Scams und deren Opfer analysiert. Auf einer Kryptokonferenz in Curaçao stellte sie die Ergebnisse vor.

In dem veröffentlichten Paper zum Thema werden die „Lebensdauer“ von Scams gezeigt. Ein Großteil „stirbt“ innerhalb von Tagen oder Wochen, aber manche liefen bis zu 3 Jahren. Entscheidender Punkt scheinen die „shills“ oder Lockvögel zu sein. Scammer, die für einen gewissen Prozentsatz ihrer Posts Lockvögel einsetzen, verlängern damit die durchschnittliche Lebensdauer des Scams.

Zudem wird die Interaktion zwischen Betrügern, Shills und Opfern auseinandergenommen und hat Vasek eine Art von Opferprofil erstellt. Das Paper zählt 13 Seiten, verzeichnet die Methodik und enthält eine Zuordnung der Ergebnisse in der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur. Wer sich für das Thema interessiert, sollt es auf jeden Fall mal lesen.

Am 12.03.18 hier und hier gelesen.

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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