Ethereum bereit für Casper Update, Oracle und Lykke breiten ihren Business aus, Ethereum Futures an der Londoner Börse und Dandelion anonymisiert Bitcoin - die Highlights der Woche

1.   Buterin erklärt die Casper FFGs

Ethereum blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und macht sich bereit für Casper. Hinter diesem Namen versteckt sich eine Protokolländerung, die das klassische Proof-of-Work (PoW) mit einem Proof-of-Stake (PoS) Verfahren ersetzen wird. Die ersten Testversionen wurden schon geprüft und seit heute (15.05.) veröffentlichte Entwickler Danny Ryan den Code zum ersten Mal bei Github.

Die Umstellung und die User-Freundlichkeit der neuen PoS-Nodes erklärte Ethereum Gründer Vitalik Buterin letzte Woche auf einer Konferenz in Toronto, Kanada. Mit einer Einzahlung von 1.500 ETH kann eine Node betrieben werden, die – wenn sie online ist und korrekt funktioniert – bis zu 5% Gewinn im Jahr machen. Nodes, die zu oft offline sind oder andere Probleme aufweisen, werden finanziell bestraft. Bis zu 100% der Einzahlung kann konfisziert werden. Es ist auch möglich, mitmehreren Menschen ETH zusammenzulegen und die Gewinne einer Node zu teilen.

Der Preis wurde auf 1.500 festgelegt, damit nicht mehr Nodes entstehen, als das Netzwerk verkraften kann. Das neue Protokoll wird schrittweise implementiert. Zunächst werden die PoS Nodes nur bestimmte Checkpoints kontrollieren. Wenn das System ausreichend getestet worden ist, werden die Ethereum Entwickler höchstwahrscheinlich bekanntgeben, bei welchem Block der notwendige Hard Fork stattfinden wird.

Am 15.05.18 hier und hier gelesen. Technische Fragen hier oder im Forum stellen.

 

2.   Oracle bietet Blockchain-as-a-Service (BaaS) an

Noch im Mai 2018 will der Software Riese Oracle Corp. Blockchain-as-a-Service für große und kleine Kunden zur Verfügung stellen. Im direkten Anschluss daran, sollten in den kommenden Monaten auch unterschiedliche DApps, die auf Distributed Ledger Technologie (DLT) basieren. Da die Daten auf einer Blockchai dezentral gespeichert werden (distributed), sind sie nicht so anfällig für Manipulationen wie bei zentraler Datenspeicherung (y.B. Cloud-Services).

Vorerst sind die ersten zwei Blockchain-Kunden von Oracle der Banco de Chile und die nigerianische Staatsregierung. Banco de Chile, eine der größten kommerziellen Banken des südamerikanischen Landes, möchte mit Blockchain-Technologie Transaktionsdaten dezentral speichern. Nigeria will bezahlte Zoll- und Einfuhrabgaben mit Blockchain verarbeiten.

Oracle hofft darüber hinaus auch Kunden in der Pharma-Branche zu finden. Partien von Medikamenten können über die Blockchain nachverfolgt werden. Oracle glaubt, dass wenn dieses Tracking sinnvoll genutzt wird, die Medikamente weniger von Rückrufaktionen betroffen sein werden.

Oracle ist nicht der erste Anbieter von BaaS. Zur Konkurrenz zählen Salesforce.com, IBM und Amazon. Alle wollen ihren Kunden die Möglichkeit bieten, mit Blockchain ihre interne Verwaltung zu restrukturieren und unterschiedliche Blockchainanwendungen wiederum an ihre Kunden weiterzugeben.

Am 15.05.18 hier und hier gelesen.

 

3.   Nach Bitcoin und XRP nun auch Ethereum Futures

Auf der Trading Plattform Crypto Facilities haben Kunden nun auch die Möglichkeit, auf die Kurse von Ether zu wetten. Crypto Facilities ist ein regulierter Broker mit Hauptsitz in London. Das Unternehmen gelang in der Kryptoszene schon zu etwas Bekanntheit durch die Zusammenarbeit mit der CME Group. Crypto Facilities ist zum Teil verantwortlich für die CME CF Bitcoin Reference Rate (BRR) und Real Time Index, nach denen die Bitcoin Futures abgerechnet werden.

CME Group wird für Ethereum die gleichen Referenzen einstellen. Es wird eine Ether Reference Rate und einen Ether-Dollar Index geben. Für die täglichen Benchmarks und die live-Entwicklung des Kurses werden die Transaktionsdaten von Kraken und Bitstamp verwendet. Ab dem 4.6. sind beide auf den Seiten von Crypto Facilities und der CME Group zu finden.

Die Übersicht über die Projekte kommt bei demselben Gremium wie Bitcoin zu liegen. Der sogenannte Bitcoin Oversight Committee wird die Zahlen, Methoden und die eigenen Produkte monitoren und die Integrität bewachen.

Am 29.04.18 hier, hier und hier gelesen. Hier unser Artikel zu Futures.

 

4.   Lykke öffnet Venture und Exchange Plattform

Wie manche bereits in der Rundmail von Lykke gelesen haben, gibt es nun auch einen Lykke Web Terminal. Zunächst ist die Exchange Plattform nur für bestätigte Lykke Wallet-Benutzer, die schon durch den ausführlichen KYC durch sind. Das Wallet darf nicht leer sein und zusätzliche Identifizierung ist nötig. Zu einem späteren Zeitpunkt werden auch andere User zu der Plattform zugelassen werden.

Wenige Tage vor dieser Ankündigung berichtete Coindesk bereits über eine Zusammenarbeit zwischen Lykke und zwei ehemaligen Mitarbeitern von IBM und UBS in der Gründung einer Venture Capital-Firma. Sie nennt sich Blockchain Valley Ventures (BVV), sitzt in der Schweiz und will mit einem breitgefächerten Portfolio von Blockchainanwendungen, ICO-bezogene Maßnahmen und Token-Entwicklung arbeiten.

Die Finanzierung der Firma soll aus einer Kombination von Kapitelanlagen und ICO-Einnahmen kommen.

Am 01.05.18 hier und hier gelesen. Lykke Wallet Anleitung im CryptoKitties-Blog.

 

5.   Bitcoin doch noch anonymisiert? Prototype Dandelion fertig

Dass Bitcoin im Vergleich zu Monero, ZCash und Dash null Anonymität bietet, ist schon seit langem einer der wichtigsten Kritikpunkten an der (noch) größten Kryptowährung der Welt. Ein neues Bitcoin Improval Proposal namens Dandelion (Pusteblume) könnte aber was verändern. Seit Juni letzten Jahren arbeiten unterschiedlichen Wissenschaftler an einer Methode, die in zwei Phasen teilt: die Transaktion als stem (Stängel) und irreführende fluff (Fusseln), die die IP-Adresse des Senders maskiert. Nach ausführlicher Kritik wurde eine zweie Version entwickelt, die dafür sorgt, dass Dandelion-Transaktionen von einer Node in unterschiedliche Pfade weitergeleitet werden.

Dandelion ist kompatibel mit allen vorhandenen Bitcoin-Versionen und würde dementsprechend keinen Hard Fork für seine Implementation erfordern.

Am 03.05.18 hier gelesen, Github Beitrag gibt es hier.

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