Echte Scams in Australien - fake bei der SEC, HTC präsentiert Exodus Blockchain-Phone, DNV GL investiert in Partner VeChain, Women on the Block und Snoop Doggs Ripple Event - die Highlights der letzen Woche

1.   HTC Exodus – das erste Blockchain Smart Phone

HTC bringt demnächst – ein genaues Release Datum gibt es noch nicht, laut Coindesk Ende 2018 – ein neues Smart Phone namens Exodus raus. Der Exodus wird das erste Modell sein, dass auf Blockchaintechnologie basiert und unterschiedliche Kryptowährungen unterstütz. Zunächst werden Bitcoin, Ethereum, Dfinity und das Lightning Netzwerk unterstützt, später sollte das gesamte Blockchain-Ökosystem unterstützt werden. Mit einer eigenen Blockchain, in der alle Exodus-Geräte miteinander verbunden sind, sollten neue Bitcoin- und Ethereum-Nodes kreiert werden.

Auch sollte das Telefon den einfachen Zugang zu DApps (dezentralisierte Applikationen, wie z.B. CryptoKitties) erlauben. DApps sollten genauso einfach zu finden und benutzen sein wie die jetzt noch üblichen Apps. Integriert sind natürlich Kryptowallets – leider gibt es auch hier wieder nur drei Worte zum Thema.

Zum Design des Exodus ist auch noch nicht viel bekannt. Im Netz gibt es ein paar technische Zeichnungen, die aber mehr über das Innere des Phones preisgeben. Die Rückseite sieht erstmal schlicht aus – mehr als die Kamera und das HTC Logo ist nicht zu sehen. Die Bilder sind auf der Landing Page eingebunden.

Während Sirin Labs schon einige Zeit mit dem Blockchain-Smart Phone „Finney“ beschäftigt ist, wäre HTC aber das erste Großunternehmen mit diesem Produkt. Es wäre auch nicht das erste Mal, das HTC eine Revolution auf den Markt bringt: das erste Smart Phone auf Android Basis kam ebenso von HTC. Auch eine universelle DApp-Store ist keine ganz neue Idee – der Exodus wäre aber die erste praktische Umsetzung.

Phil Chen, Projektleiter bei HTC, betonte in dem Interview mit Coindesk, dass der Exodus „die Schweiz für alle Protokolle“ sein – Kompatibilität mit so viel wie möglich Kryptowährungen ist das Ziel. Das ganze Projekt ist für ein Smart Phone dann auch sehr open-source-ig gestaltet. Wir warten gespannt, bis die ersten Modelle eingetroffen sind : )

Am 22.05.18 hier und hier gelesen. HTC Exodus reservieren? Hier ist die Landing Page.

 

2.   DNV GL investiert in VeChain Foundation und halt Masternode

Die norwegische Firma DNV GL, eine etablierte Klassifikationsgesellschaft und Berater in u.a. Risikomanagement, hat eine unbekannte Summe Geld in die VeChain Foundation investiert. Abgesehen von der Investition hat DNV GL auch seine Blockchain-Kapazitäten ausgebreitet, um ein Authority Masternode Owner zu werden. DNV GL ist somit einer von 101 „node holders“, die in der Lage sind, Blöcke im VeChainThor Netzwerk zu produzieren und verifizieren. Somit kann das Unternehmen seinen Kunden jetzt gezielte BaaS-Leistungen anbieten. Auch wenn wieder einige Portale die Pressemitteilung falsch abgeschrieben haben: DNV GL hält jetzt eine Authority Masternode und nicht 101 Stück.

Einige der early adopters sind italienische Weinmanufakturen. Diese drucken jetzt QR-Codes auf ihre Etiketten. Nach dem Einscannen werden dann alle Einzelheiten zum Wein und zum Hersteller angezeigt – darunter auch Qualitätsmerkmale und sogar der Wasserverbrauch bei der Herstellung.

Die Zusammenarbeit zwischen VeChain und DNV GL besteht schon seit knapp einem halben Jahr. Im Januar erschien eine offizielle Pressemitteilung zu der Kooperation. Dass DNV GL die Blockchaintechnologie schon in vielen Praxisbereichen implementiert, zeigt das große Vertrauen, was die Firma in der VeChainThor Blockchain hat.

Am 22.05.18 hier und hier gelesen.

 

3.   Securities and Exchange Commission (SEC) launcht eigenen Scam

Die Securities and Exchange Commission (SEC), die in ihrer Funktion ICOs und andere Kryptoprojekte kritisch beobachtet und wenn nötig auch einstellt, hat im Rahmen der Krypto-Aufklärung einen eigenen Scam gegründet. Der HoweyCoin hatte eine eigene Seite mit allen üblichen Eigenschaften und Werbeblabla.

Wer allerdings etwas kritischer auf die Texte geschaut hat, fand schon überall Vorwarnungen, dass das Projekt nicht so ganz in Ordnung war. Die Texte enthielten alle Buzzwords, aber keinen Inhalt. Investoren konnten durch HODLn mit 1-2% Zinsen rechnen (BitConneeeeeeeeeeeect!). Das Team existierte nur auf der eigenen Seite, das White Paper war eine Luftblase und die Testimonials von Twitter-User ebenso wenig zuverlässig.

Natürlich gab es trotzdem viele Menschen, die gerne in HoweyCoin investiert hätten – jeder Button auf der Seite verlinkt auf eine SEC Landing Page mit allen Warnungen vor fake ICOs. Der Name war bereits der erste Hinweis: Der Howey-Text prüft, ob eine Transaktion ein Investitionsvertrag ist.

Lustiges Detail: Das Team auf der HoweyCoin-Seite besteht aus Mitarbeiter/innen der SEC mit gefälschten Namen. Josh Hinze, der Head-Architect des Projektes ist eigentlich Owen Donley, Leiter der Informationsabteilung für Investoren der SEC.

Hättest du den Scam erkannt? https://www.howeycoins.com/index.html

Am 22.04.18 hier und hier gelesen.

 

4.   Australischer Watchdog berichtet über (Krypto-)Scams

Die Australian Competition und Consumer Commission (ACCC) hat einen Bericht über Betrug im vergangenen Jahr veröffentlicht. Im Bericht wird separat auf die Scams rund um Kryptowährungen eingegangen. 2.1 Millionen australische Dollar (knapp 800.000 EUR) wussten Betrüger zusammenzukratzen.

Auf einer Gesamtzahl von 340 Millionen halten sich die Krypto-Crimes eigentlich noch in Grenzen. Das gilt erst recht, wenn man sieht, dass auch Ransomware unter Krypto gepackt wird. Hacker und andere Angreifer, die für die Entschlüsselung oder Freigabe von persönlichen Daten einen Betrag in Kryptowährung verlangten (meistens BTC), haben einen Teil von den 1.2 Millionen eingenommen.

Ansonsten werden die meisten Aussis für die klassischen Scams gefallen sein – fake ICOs, schicke mir 0,5 ETH und du bekommst 5 ETH zurück, Pyramidespiele, Ponzi Schemes…

Ich hab keine Ahnung, was wie hoch die Beträge in Deutschland sind, aber sorge doch dafür, dass dein Geld nicht an Scams geht: DYOR (Do Your Own Reasearch), frage nach, nutze Foren und Channels und vergiss auch im Krypto-Rausch niemals, nüchtern zu denken.

Am 22.05.18 hier und hier gelesen (3.3 / S. 18).

 

5.   Women on the Block – Diskussionen zum Muttertag

Am 13. Mai trafen sich um die 300 Menschen in Brooklyn (NY) zum Women on the Block Event. Das Thema: Frauen in Krypto. Ich weiß, dass die Hälfte von nicht mehr weiterlesen wird. Ich weiß, dass sich viele von euch nicht angesprochen fühlen. Ich weiß auch, dass ihr fast alle Männer seid.

Viele Frauen auf dem Event fühlten sich auch nicht angesprochen – sie wollen es gar nicht zum Thema machen und konzentrieren sich lieber auf die Entwicklungen und Möglichkeiten ihrer Projekte. Geht mir bis zu einem gewissen Punkt auch so – kann mir doch egal sein, ob Lightning Labs von einem Mann oder einer Frau gegründet wurde?

Aber.

Die Zahlen von Frauen in Krypto sind noch niedriger als die von Frauen in der generellen Fintech-Branche. In den zahlreichen Telegramkanälen, auf Foren wie Reddit, BitcoinTalk, Steemit dominieren Männer. Frauen in der Szene beschweren sich über Sexismus am Arbeitsplatz, im Netz und auf Treffen. Keynote hat diese Kultur nochmal subtil unterstrichen, indem sie ein Kryptotreffen in Miami in einem Stripclub organisierte. Die Rechtfertigung: Während des Treffens wurden die Teilnehmer zwar von halbnackten Kellnerinnen bedient, aber es wurde nicht getanzt. Oh ja. Warum ich mich dann noch fehl am Platz fühlen würde…

Einzelfälle? Die allgegenwärtige Gläserne Decke? Entscheide selber.

Was mir aber erst mit dem Lesen des Beitrags von Karen Hao in Quartz so richtig bewusst wurde, sind die Potentiale der Blockchaintechnologie für Frauen. Das ganze Krypto-Ökosystem bietet die perfekten Voraussetzungen für Gleichbehandlung. Open Source Protokolle weiterentwickeln, eine Währung minen, ein Wallet anlegen und investieren – alles geht anonym und ist somit für Frauen nicht schwerer als für Männer.

Das ist in der ersten Welt eine schöne Nebensache. In dem Rest der Welt ist es unter Umständen revolutionär. Wenn ich für die gleiche Arbeit weniger verdiene als ein deutscher Mann ist das unfair und doof. Wenn aber nur mein Ehemann oder Vater Zugriff auf mein Geld hat und ich ohne seine Zustimmung keine EC-Karte, Kreditkarte oder andere finanziellen Dienstleistungen in Anspruch nehmen kann, dann haben wir mit saudischen Verhältnissen zu tun. In Afrika haben viele Menschen und insbesondere Frauen keinen Zugang zu einer Bank.

An diesen Stellen können Kryptowährungen die Frauen der Welt retten. Selbst mit einer instabilen Internetverbindung, ist es möglich, ein Wallet einzurichten und Transaktionen einzuleiten. Über ICOs können Frauen Investoren für ihre Projekte finden und Blockchains fördern Transparenz. Es wäre schade, diese Potentiale nicht zu nutzen. De Frage ist nur, wie wir es ansprechen können, ohne in die Schützengräben der Emanzipations-Debatte abzurutschen.

Jemand noch Vorschläge?

Am 22.05.18 hier gelesen, dann den  Artikel hier und dann noch selber darüber nachgedacht.

 

6.   Und was ist mit Ripple?

Wer English einigermaßen beherrscht, kann auch gerne noch diesen Artikel zum Ripple Event mit Snoop Dogg lesen. Es sind keine weltbewegenden Nachrichten, aber ein bisschen Spaß darf auch mal sein. Fo‘ shizzle my ripizzle.

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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