Der Banco Masventas und die Kommerzbank entdecken die Blockchain, Lightning Devs präsentieren Eltoo und der Ponzi-Coin OneCoin wird in China weiter bestritten - die Highlights der letzten Woche

1.   Jetzt schon: Eltoo verbessert Lightning Netzwerk.

Noch bevor das Lightning Netzwerk überhaupt läuft, haben seine Entwickler eine neue Version vorgestellt. Bloß gut, denn die technischen Probleme vom Lightning hätten den User viel Ärger bereitet. Lightning ganz kurz: Über das Bitcoin-Netzwerk wird eine zweite Schicht gelegt (second layer Lösung), in denen Transaktionen schneller abgewickelt werden. Das geht, indem User direkt miteinander verbunden sind und die BTC bis zur Bestätigung auf der Blockchain in den Lightning Kanälen liegen bleiben. (Nein, dies ist keine gründliche und technische Erklärung, dafür bitte das Paper lesen.) Eltoo sorgt für zwei Verbesserungen: erstens braucht das System weniger Daten von den Benutzern und zweitens sind die Coins sicherer aufgehoben.

Hä, was? Daten? Ja – im Lightning Netzwerk werden viele Benutzer miteinander vernetzt. Für die Vernetzung sind gewisse Informationen notwendig. Diese müssen allerdings regelmäßig aktualisiert werden. Wenn ein Benutzer versehentlich überholte Informationen verschickt, können die Transaktionen gestört werden. Coins aus alten Verbindungen können dann entfremdet werden. Eltoo speichert nur die neuesten off-chain Transaktionsdaten. Wenn dein Telefon abstürzt, kannst du auf die Eltoo-Daten vertrauen und gehen keine deiner Transaktionen verloren.

Eltoo verlangt allerdings eine Anpassung im Code. Das bedeutet, dass für Bitcon wieder ein Hard Fork anstehen könnte, wie es auch bei SegWit der Fall war. Wer sich für diese Sighash Funktion interessiert, soll sich bitte im Forum bei Lotte melden. Das Paper wird momentan in der Bitcoin Entwickler-Community heiß diskutiert. Mitreden? Check Github und Blockstream.com

Am 29.05.18 hier und hier gelesen. Selber lesen? Hier ist das Paper.

 

2.   Höchstes chinesische Gericht verfolgt OneCoin

Das Supreme People’s Procuratorate in China verfolgt vier Personen, die in dem Scam-Projekt OneCoin verwickelt sind. Insgesamt werden in China 98 Menschen strafrechtlich verfolgt. Von ihnen wurden einige bereits zu hohen Geldstrafen und Freiheitstrafen bis zu 4 Jahren verurteilt.

OneCoin, in China unter dem Namen Weika Coin bekannt, ist (nach aller Wahrscheinlichkeit) der größte laufende Kryptoscam. OneCoin präsentiert sich als Unternehmen mit einer eigenen Blockchain und behauptet, sein Hauptgeschäft sei der Verkauf von Krypto-/Trading Lernmaterialien. Der Aufbau der Firma und die Werbung neuer Teilnehmer gestaltet sich aber wie ein klassischer Ponzi scheme. Der zugehörige Coin ist nirgendwo gelistet und kann entsprechend nur projektintern investiert werden.

China, Deutschland, Bulgarien, Vietnam, Indien, Samoa, Ungarn, Finnland, Italien, Schweden, Norwegen, Lettland… Die Liste von Staatsanwälten und Zentralbanken, die OneCoin und der Firma OneLife hinterher sind, wächst fast jeden Tag. Unterschiedliche Personen wurden verurteilt und das gesamte Internet ist einverstanden, dass es sich um einen Scam handelt, aber noch ist OneCoin an sich nicht verboten. Die Behörden in China konnten knapp zwei Milliarden USD sicherstellen, in den andere Staaten kamen schon etliche Millionen zusammen.

Höchstwahrscheinlich wird die Pyramide irgendwann in sich zusammenbrechen und das Projekt abstürzen wie BitConnect. Bis dahin gilt für euch alle: Bitte keinen Cent in das Projekt investieren.

Am 29.05.18 hier und hier gelesen.

 

 

3.   Commerzbank und Thyssenkrup machen Blockchain tx

Die Commerbank und die Thyssenkrupp AG haben eine Probetransaktion von einem Future per Blockchain abgewickelt. Whooptidoo! Die Bank stellt auf ihrer eigenen Seite fest, dass man mit Blockchain “eine deutliche Reduzierung operationeller Risiken bei Devisengeschäften” bewirken könnte. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die Kommerzbank mit SAP-Software die Corda-Plattform integriert hatte. Viel mehr gibt es zum Thema nicht zu sagen.

Am 29.05.18 hier und hier gelesen.

 

 

4.   Argentinische Bank setzt auf Bitcoin

Der Banco Masventas (DMB) in Argentinien hat eine interessante Kooperation mit dem Start-up Bitex gestartet. Der Blockchain-Finanzdienstleister und die Bank wollen Bitcoin als internationalen Bezahlungsstandard etablieren. Die Bank lehnt somit ganz klar die SWIFT-Transaktionen ab. Dieses System wird schon seit Jahren von Sicherheitslücken und anderen Fehlern geplagt.

Mit der Blockchain können internationale Transaktionen schneller und günstiger abgewickelt werden. Der Plan ist es, das Projekt zunächst auf 50 Länder auszubreiten und eine Transaktionszeit von 24 Stunden anzupeilen.

In Argentinien ist die Haltung Bitcoin gegenüber sehr positiv. Sowohl die Regierung als auch die Bevölkerung scheinen mehr als bereit, mit der Kryptowährung zu experimentieren. Es werden viele Bitcoin-ATMs (die Lotte mal in den Niederlanden ausprobiert hat) geplant. Dies im Gegensatz zu den Nachbarländern in Südamerika, die eher restriktive Gesetze einführen. (Venezuela mit dem petro mal außenvorgelassen.)

Insgesamt geht der Trend unter den Banken immer mehr Richtung Blockchain, nur sucht sich jede Bank einen eigenen Anbieter. Santander setzt auf Ripple, die Commerzbank auf Corda, die DMB auf Bitcoin. Wir sind gespannt, was sich durchsetzt.

Am 29.05.18 hier gelesen.

 

5.   Für die Leseratten: A2B vs. Pink Taxi Coin

Du langweilst dich gerade ein wenig und wolltest noch was Weiteres lesen? Paul Walsh von MetaCert zeigt auf, wie Pink Taxi das komplett Konzept und die entsprechende Seite + Content von A2B Taxi klaute. Ein beeindruckendes Beispiel von einem schlechten ICO – unterhaltsam präsentiert von Coindesk.

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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