BCH Hard Fork bleibt problematisch, Iran wird zu Krypto gezwungen, AirTM gegen Inflation und japanischer Scam aufgeflogen – die Highlights der Woche

#KryptoNews der letzten Woche (15.-21.11.2018)

1. Bitcoin Cash Konflikt dauert fort

Der Bitcoin Cash Hard Fork hat nicht nur den BCH Kurs abstürzen lassen – der verrückte Streit zwischen ABC (Adjustable Blocksize Cap) und SV (Satoshi’s Vision) zog Bitcoin und damit die ganze Stimmung in Krypto runter. Jetzt müssen auch diejenigen, die sich nie für Bitcoin Cash interessiert haben, sich mit der Materie auseinandersetzen.

Ganz kurz zusammengefasst geht der Streit (mal wieder) um Blockgröße. Sollte diese einfach vergrößert werden, flexibel or fixed, usw. ABC will flexible Blöcke ohne weitere eingreifende Updates vom BCH Protokoll. SV will ein komplett neuen Skript und 128 MB Blöcke.

Der meiste Lärm kommt von Craig Wright (nChain), der hinter BCH SV steht. Obwohl der Preis von SV niedriger ist, die Chain um mehrere Blöcke kürzer als die von ABC und er die Miner etwas überschätzt hat, glaubt er fest an den Sieg für SV. Auch droht er mit Spamming (was allerdings bis jetzt nicht stattgefunden hat) und zweifelt die Nachhaltigkeit von ABSs Hashpower infrage.

Gegenlärm kam von u.a. Bitmains Jihan Wu und Investor Roger Ver. Der erstere beschimpft Wright und unterstellt ihm Spionage und Kindesmissbrauch, der letztere versucht in einem Medium-Beitrag objektiv aufzulisten, wie und warum Wright BCH und der ganze Sektor kaputt macht.

Für die Sicherstellung der Chains haben beide Parteien groß investiert in Hashpower – wer mehr minen kann, erstellt mehr Blöcke und die längste Chain gewinnt. Bei den meisten Miner geht Geld vor Politik: wer ausreichend zahlt, kann sie für die eigene Blockchain arbeiten lassen. Du die großen Mengen von BTC die dabei für den Wettlauf ausgegeben (und grundsätzlich verbrannt) wurden, drückten den Kurs.

Während die meisten Börsen eher zu ABC neigten, sieht es jetzt danach aus, dass der Konflikt noch eine Weile dauern wird und bis zur Lösung eben zwei Blockchains aktiv sind. Coinbase will ABC unter dem Symbol BCH traden lassen – Poloniex und Bitfinex unterstützen beide Währungen unter BCHABC/BAB und BCHSV/BSV. Kraken warnt seine User vor BCH SV, da vor allem ein sicheres Wallet und der entsprechende Support fehlen.

Inzwischen werden die Tweets von Craig S. Wright immer eigenartiger. So vergleicht er die Maßnahmen von BCH ABC mit der französischen Verteidigungslinie im 2. Weltkrieg. Eine äußerst merkwürdige Aussage, denn erstens stellt er damit seine eigene Blockchain als Nazi-Deutschland dar (ungewöhnliche Marketing-Strategie) und zweitens waren die deutschen Truppen zwar bei dem Angriff Ardennen/Elsass 1940 erfolgreich, aber haben sie den Krieg verloren. Echt? Ja, echt. Auf Nachfrage antwortete Wright, dass er in dieser Konstellation Amerika wäre, der die Welt rettet. Genau.

Hier, hier und hier gelesen. Und hier auch noch.

 

2. Iran: SWIFT raus, Krypto rein?

Die Vereinigten Staaten verhängen immer mal wieder finanzielle Sanktionen, wenn sich andere Ländern nicht an den Regeln halten. Dies hat manchmal auch Auswirkungen auf Kryptofinanzen. So ist es zum Beispiel für US-Amerikaner verboten, in den venezolanischen petro zu investieren. Über die meisten Sanktionen und deren Folgen wird in Europa kaum berichtet. Diesmal ist es anders.

Nachdem die USA im Mai die kommerziellen Banken im Iran aus der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT – das System für Auslandüberweisungen) entfernt hat (oh – und Trump aus dem Iran-Deal ausgestiegen ist), waren die Iraner (hier die Zusammenfassung der Konfliktgeschichte von Trevor Noah/The Daily Show) schon etwas eingeschränkt. Jetzt ist auch die iranische Zentralbank “Central Bank of the Islamic Republic of Iran” gesperrt. Dies macht Transaktionen mit Verbündeten unmöglich.

Mal abgesehen davon, dass es ziemlich krass ist, dass ein souveräner Staat einfach mal die Finanzen eines anderen souveränen Staates abdreht, schaut der Iran natürlich nach einer Alternative. Die ist schnell gefunden: Krypto. Der größte Partner, der seit Monaten bei der Entwicklung von staatlichen Krypto-Transaktionen mitwirkt? Russland. Was für eine Überraschung.

Russland und Iran haben beide eine eher unharmonische Beziehung zu den Amerikaner und wollen angeblich mit einem neuen System SWIFT verdrängen und mit Krypto dem USD schaden. Auf der Normalenmenschenebene ist Krypto jetzt schon teils in den iranischen Alltag integriert. Mehrere Unternehmen, insbesondere Hotels sind auf BTC und ETH umgestiegen.

Aber: so einfach kann man sich nicht von amerikanischer Politik lösen. Während es für amerikanische Unternehmen selbstverständlich ist, sich an den staatlichen Sanktionen zu orientieren, wollen viele anderen auch nicht bei Trump in Ungnade fallen. Schlagzeilen macht die asiatische/maltesische Krypto Exchange Binance, die iranische User auffordert, ihre Kryptos zu schnell wie möglich auszahlen zu lassen. Betroffen sind User, die ihren KYC mit einem iranischen PAss gemacht haben.

Auch Bitmex, Bittrex und einige andere Börsen kicken die Iraner. Manche sollten auch Accounts gesperrt haben, ohne die Guthaben auszuzahlen. Hätten wir vor einigen Monaten noch gedacht, dass die dezentralisierten Exchanges hier vielleicht helfen könnten, haben die Strafen der SEC für EtherDelta die Hoffnung da verblassen lassen. Viele Iraner setzen jetzt lieber auf kleine Mining Operationen anstatt von Trading Börsen – sie verwenden Krypto lieber als Anlage oder Bargeld und sind weniger an Trading interessiert.

Hier und hier gelesen.

 

3. AirTM – eine Geld-für-Geld Plattform

Wiederum gibt es einen Krypto-Startup, der die Welt retten möchte. AirTM ist eine zugelassene Finanzfirma, die eine Austausch-Plattform für Geld und Wertsachen gebaut hat. In einem AirTM Account können Geld, Gutscheine und andere Varianten von Guthaben gegeneinander getauscht werden. Das dürfte für Einwohner von Ländern mit starker Inflation (wie z.B. Argentinien, Mexiko und Venezuela) eine Lösung sein, den Wert ihres Spargeldes zu erhalten. Mittlerweile ist ja jeder Monopoly-Schein mehr wert als der nationale venezolanische Bolívar.

Im Vorstand von AirTM sitzt Professor Steve Hanke der Johns Hopkins Universität (Baltimore, MD), der bis jetzt immer ausgesprochen kritisch war, wenn es um Kryptowährungen ging. Nun will er für den südamerikanischen Markt einen stabilen Asset kreieren (denke Stablecoin). Er ist ziemlich von sich überzeugt und sagte in einem Interview mit Coindesk, dass seine Variante funktionieren wird. Die anderen wüssten nicht, wie es geht. Er schon.

Vermutlich wird Hanke eine Kryptowährung schaffen, aber seine eigenen Kritikpunkten an z.B. Bitcoin berücksichtigen. So verurteilt er die feste Supply-Kurve: “Wenn unabhängig vom Preis jetzt schon feststeht, wie viele Bitcoin es bis wann geben soll, wer macht dann damit einen Vertrag?”

Da Kryptowährungen neben dem geplanten petro in Venezuela verboten sind, vermeidet AirTM den Begriff. Assets (Anlagen) wird während der Entwicklung als Beschreibung verwendet.

Hier, hier und hier gelesen.

 

4. Japanischer Krypto-Pyramide fliegt auf

In Japan wurden 8 Menschen verhaftet, die mit einem Krypto-Scam 7.8 Milliarden Yen (knapp 70 Millionen USD) verdient haben sollen. Ihre Firma war nicht korrekt registriert und nutze wahrscheinlich Kryptotransaktionen, um größere Mengen von Geld unbemerkt zu transferieren. Sechs der Verdächtigen haben bereits zugegeben, dass sie am Betrug beteiligt waren, zwei behaupten ihre Unschuld.

Die Truppe hat Investitionen von neun Opfern, zum Teil Senioren, organisiert, ohne dass das Geschäft angemeldet war. Mit den etwa 29 Millionen Yen in Bargeld sollten die acht Bitcoin kaufen. Darüber hinaus kamen sie an ca. 500 Millionen Yen in Bargeld und weitere Beträge in Kryptowährungen von 6.000 Menschen in der Tokyo Region.

Investoren wurden auf Seminars und anderen Events 3-20% Gewinne pro Monat versprochen. Natürlich bekamen sie auch eine Provision, wenn sie neue Investoren an das Projekt heranbringen konnten. Projekte, die solche Zahlen versprechen, sind IMMER SCAMS.

Es steht noch nicht ganz fest, wie die japanischen Gesetzen bei Bitcoin Betrug greifen. Kryptowährungen sind noch nicht komplett reguliert, obwohl die Gesetze rund um ICOs in Japan immer strikter werden.

 

Hier und hier gelesen.

 

5. Schlechte Laune? Aaaaaaaaand it’s gone!

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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