Monero setzt Bulletproofs für Skalierbarkeit ein, BaFin kriegt auf den Deckel, Bitcoin ATMs in Deutschland und Stress bei EOS - die Highlights der Woche

#KryptoNews der letzten Woche (12.-18.10.2018)

1.   Berliner Kammergericht fällt sein Urteil gegen die BaFin

2016 verhängte das Amtsgericht Tiergarten eine Geldstrafe, da ein damals 16-jähriger sich, ohne zuvor die Bankenaufsicht um Erlaubnis zu fragen, eine digitale Kryptobörse aufgebaut hatte. Mit dieser schaffte er es, seinen Kontostand innerhalb von ca. 20 Tagen von 209.832,16 Euro auf rund 2,45 Millionen Euro zu erhöhen. Dies verstoße gegen das Kreditwesengesetz – so meinte es zumindest die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und erstatte eine Anzeige.

Das Berliner Kammergericht hat diese Entscheidung nun widerrufen. Der Richter befand, dass die BaFin ihren Aufgabenbereich überspanne, da es sich bei Bitcoins weder um elektronisches Geld oder eine alternative Währung noch um ein Finanzinstrument handele. Gestaltend in Strafgesetze einzugreifen sei nicht Aufgabe der Bundesbehörden, erklärte das Berliner Kammergericht.

Dieses Urteil stellt nun nicht nur die Zuständigkeit der BaFin an sich, sondern auch ihre Token-Einstufungen in Frage, was zu starken Veränderungen am Markt führen könnte. Im Grunde genommen könnte jetzt jeder legal einen Handelsplatz für Bitcoin aufmachen. Es ist allerdings auch möglich, dass die BaFin diesen Fall noch durch den Europäischen Gerichtshof prüfen lässt.

In Folge dieses Urteils gegen die BaFin dürfte sich weiterhin auch der Druck auf den Gesetzgeber erhöhen, da die deutsche Kryptoregulierung sich nun wieder in der Schwebe befindet.

Am 18.10.18 hier und hier gelesen.

2.   Erste Krypto-ATMs in Deutschland in Sicht

Nachdem Krypto-ATMs (check unser Video aus den Niederlanden!) nun schon in vielen Städten weltweit zu finden sind, rücken jetzt auch die ersten Automaten in Deutschland in greifbare Nähe. Für das Aufstellen dieser Automaten ist eine Bankenlizenz nötig, die man in Deutschland nicht so leicht bekommt. DBC Cryptomaten eG & Co.KG konnte nun mit einer Bank, welche ein Haftungsdach für diese Geräte zur Verfügung stellen wird, eine Kooperation schließen. Isabella Helm, Vorstand der GenoTrust eG, welche eine Schwestergenossenschaft der Deutschen Blockchain eG ist, dessen Vorstände die Geschäftsführung der DBC Cryptomaten eG & Co. KG besitzen, sagte gegenüber coinkurier.de, dass es bereits 40 einsatzbereite Automaten gäbe und nur noch auf das Okay der deutschen Regulatoren gewartet werden müsse.

Wo die Automaten stehen werden, ist noch nicht klar. Sie wollen aber gleichmäßig über Deutschland verteilt werden. Der erste Automat wird wahrscheinlich in Frankfurt stehen.

An den Automaten werden Bitcoin (BTC), Litecoin (LTC), Dash (DASH), Ethereum (ETH) und ÆQUATOR (AEQ – ICO läuft) erhältlich sein.

Am 18.10.18 hier gelesen.

3.   Schon wieder Probleme bei EOS – diesmal sprachlich

Nachdem wir bereits mehrere male von EOS und seinen Problemen berichtet haben, tauchen nun erneut Schwierigkeiten auf.

Dieses mal haben wir es mit einer Sprachbarriere zu tun und zwar zwischen dem Westen und China.

Nicht nur, dass die meisten westlichen Nutzer nicht in der Lage sind, sich auf Mandarin zu verständigen und selbiges für viele chinesischen Nutzer aber umgekehrt mit Englisch gilt, auch die Kommunikationskanäle sind kaum vorhanden.

Während die westlichen Nutzer vorrangig auf Telegram setzen, nutzen die Chinesen WeChat als hauptsächliche Kommunikationsplattform. Telegram ist in China sogar gänzlich blockiert und für die Chinesen nicht zugänglich.

Hinzu kommt, dass vor kurzen ein anonymer TwitterAccount nicht nachgewiesene Behauptungen veröffentlichte, nach denen chinesische Block Producer den Wahlprozess via WeChat manipulieren sollen. Es soll Absprachen und vorab abgestimmte Votings gegeben haben. Wie gesagt – bis jetzt gibt es dafür keine Beweise.

Das EOS Core Arbitration Forum, ECAF, hat sich einerseits bewährt und konnte vielen EOS Nutzern bei ihrem Problem mit geklauten private keys helfen und viele davor schützen. So weit so gut erstmal.

Nur leider gilt dies nur für Nutzer im Westen. Denn auch hier schlägt sich die Sprach- und Kommunikationsbarriere zwischen dem Westen und China nieder.

Keins der Mitglieder des ECAF kann Mandarin, was dazu führt, dass die chinesische EOS Community schwerer mit scams und hacks zu kämpfen hat.

Weiterhin haben viele der chinesischen Mitglieder gar nicht erst von der Möglichkeit erfahren, dieses Problem über ein ECAF Forum lösen zu lassen.

Zur Lösung dieses Problems wurde nun die EMAC, EOS Mandarin Arbitration Community, ins Leben gerufen. Wie ECAF, nur auf Mandarin. Zwei seiner Mitglieder sind der ECAF beigetreten, sodass auch hier nun diese Sprache vertreten ist.

Spannend bleibt, wie sich das Ganze entwickeln wird. Die Chinesen bleiben aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, sowie der Zugriffsprobleme seitens der Chinesen im Bezug auf Telegram und ähnliches, eine schlecht zu erreichende Zielgruppe, die gleichzeitig aber ein hohes finanzielles Potenzial aufweisen kann.

Am 18.10.18 hier und hier gelesen.

4.   Monero implementiert. Bulletproofs

Privacycoin monero (XMR) gilt als einer der sichersten Coins für anonyme Transaktionen. Mit unterschiedlichen Methoden werden der Sender, Empfänger, Betrag und die IP-Adressen verdeckt. Kritikpunkt bei monero ist allerdings die schlechte Skalierbarkeit. Um die Transaktionsdaten zu anonymisieren, braucht es Zusatzdaten, die den Umfang stark vergrößern. Trotz der flexiblen Blockgröße sorgt dies bei einem hohen Aufkommen die Abwicklung der Transaktionen, die durch eine Variante der klassischen Minings abgearbeitet werden.

Monero führt alle sechs Monate größere Updates durch, um den Coin sicher und anonym zu behalten. Diesen Monat (18.10.18) wird ein neues Protokoll namens Bulletproofs eingeführt, das von der Stanford Uni, dem University College London und Blockstream entwickelt wurde. Bulletproofs sind Datenstrings oder Signaturen, mit denen Transaktionen bestätigt werden können, ohne dass die Miner die genauen Adressen oder Beträge kennen müssen. Da Bulletproofs viel kleiner sind und bedeutend schneller bearbeitet werden können als die Signaturen im jetzigen Protokoll, sollte das monero Netzwerk Transaktionen viel schneller und günstiger verarbeiten.

Das Protokoll wurde eigentlich für Bitcoin entwickelt. Momentan sieht es aber danach aus, dass zunächst die anonymen Coins wie monero und nimblewimble das System ausprobieren. Bis jetzt wurden in allen Testläufen noch keine Bugs und Fehler festgestellt. Das Protokoll an sich anonymisiert nicht – es ist nur eine leichtere Variante der Prüfung, ob die anonymisierten Daten korrekt sind.

XMR Besitzer sollten *unbedingt* dafür sorgen, dass ihre sämtliche Software up-to-date ist du sich weiter über die monero Seite und Reddit informieren.

Am 18.10.18 hier, hier und hier gelesen. Check hier das Whitepaper zu Bulletproofs

5.   Fake Elon Musk Crypto Giveaway Scam auf Twitter

Auf Twitter wurde ein verifizierter Account, auf den ersten Blick von Elon Musks, genutzt um ein scam giveaway zu veröffentlichen und zu verbreiten. Der nun gelöschte Tweet wurde via @TylerFlorence gepostet und enthielt einen Link der zu einer Giveaway Seite führte, mit dem Angebot „Sende 0.2 bis 5 BTC zur unteren Adresse und erhalte 1 bis 100 BTC zurück“.

Der Vorfall führte zu einem großen Aufschrei der Nutzer, da der Tweet nicht nur über einen verifizierten Account, sondern als promoteter Tweet verbreitet wurde. Solche Tweets werden bezahlt und werden gewöhnlich genutzt um Werbung für Produkte eine größere Reichweite zu verleihen. Dafür werden die Such-Trends der Nutzer verwendet. In diesem Fall war es das öffentliche Interesse und Elon Musk, dem CEO von u.a. Tesla.

Musks Identität wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach genutzt um Scams durchzuführen, in denen den Usern vorgetäuscht wird, Musk würde in irgendeiner Weise Kryptowährung vergeben.

Musk ist sich dessen durchaus bewusst und postete letzten Monat sogar darüber und suchte unter Mitgliedern der Kryptowelt, unter anderem dem Dogecoin Schöpfer Jackson Palmer, um so etwas künftig zu verhindern.

Also Leute, passt immer gut auf!

Es gibt nie, niemals, never Giveaways mit ETH oder BTC. Wer behauptet, dass dir 10 BTC oder ETH zurücküberwiesen werden LÜGT. Die positiven Kommentare unter den Aufrufen kommen von Leuten, die im Scam mit drin sind.

Kostenlose Tokens oder Coins gibt es nur in Airdrops. Auch hier gibt es aber viele Scams im Netz. Informiere dich deswegen – zum Beispiel mit unserer Checkliste im Artikel zu FakeScams an.

Am 18.10.18 hier gelesen.

 

6. Schlechte Laune? Aaaaaaaaand it’s gone!

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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