ZCash bedeutend beser nach Sapling Hard Fork, Scharia auf der Blockchain, Tether verbrennt 500 Millionen Tokens - die Highlights der Woche

#KryptoNews der letzten Woche (25.-31.10.2018)

1. Stablecoin Tether (USDT) verbrennt 500 Mio Tokens

Der Herausgeber des Stablecoins USDT, Tether, hat auf seiner Webseite in einem Post vom 24.10. verkündet, dass die Plattform eine große Menge an zirkulierenden Tokens zurückgekauft und 500 Mio Tokens aus seinem Tether Treasury Wallet verbrannt habe.
Übrig bleiben laut Tether 446 Mio USDT, welche für zukünftige Emissionen zur Verfügung stehen. Auf dem Explorer der OMNI Blockchain ist der Rückkauf für jeden einsehbar. weiterhin verweist Tether auf seiner Webseite auf das Whitepaper mit weiteren Informationen. Der Rückkauf wird dort in Form der bestätigten Transaktion von 500 Mio USDT im Block 547155 dargestellt. Auch die von Tether angegebene Reserve in Höhe von ca 446 Mio USDT wird auf dem OMNI Explorer angezeigt.
Letzte Woche haben wir bereits über den neuesten Ärger rund um Tether berichtet, klicke dazu hier. Hinzu kommt, dass der USDT in der letzten Woche kurzzeitig auf 0,91$ fiel, was für einen Stablecoin, dessen Gegenwert immer 1$ sein sollte, ziemlich wenig ist.

Nachdem es rundum Tether schon viele kritische Stimmen gibt, die sogar soweit spekulieren, Tether würde den Markt bewusst beeinflussen, da es vielleicht doch gar nicht so viele Reserven hat, wie behauptet, gießt diese Aktion nun etwas Öl ins Feuer.

Am 30.10.18 hier, hier und, hier gelesen.

 

2. Islamische Wertpapiere auf der Blockchain in Indonesien

Indonesien ist mit 227 Millionen Muslimen die größte islamische Nation der Welt. Die Religion und auch ihre Regeln (bis hin zur Scharia, die seit 2001 in Aceh, Nord-Sumatra gilt) spielen eine immer größer werdende Rolle in der indonesischen Gesellschaft. Diese Entwicklung wirkt sich in allen Lebensbereichen aus. Auch für Finanzen formuliert der Koran Regeln, an denen sich Muslime orientieren sollen.

Nachdem islamische Wissenschaftler Bitcoin Scharia-konform erklärten, konnten auch die muslimischen Finanzeinrichtungen sich mit Kryptowährungen und Blockchaintechnologie auseinandersetzen. Die ersten Projekte kamen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und waren hauptsächlich auf die Bekämpfung von Betrug ausgelegt.

Die islamischen Regeln für Finanzen legen unter anderem fest, dass Banker keine Zinsen verlangen dürfen. Zu Bankenschulden gilt, dass sie immer mit einem materiellen Gegenwert gemacht werden müssen – was die Bank an Geld leiht, muss sie in Gold o.Ä. besitzen. Diese Prinzipien machen die Zusammenarbeit mit westlichen Banken bedeutend komplizierter.

In Indonesien will Blossom Finance diese Möglichkeit nutzen, um Sukuk – eine Art Darlehen, für gesellschaftliche Projekte zur Verfügung zu stellen. Unterstützung gibt es von der Islamic Development Bank. Diese islamische Bank aus Saudi Arabien hat eine recht progressive Haltung und fördert unterschiedliche Projekte in muslimischen Ländern.

Sie sieht große Potenziale in der Blockchaintechnologie und vor allem smart contracts, die die typische Papierschlacht rundum islamische Finanzprodukte bedeutend verringern könnte.

Am 30.10.18 hier und hier gelesen.

 

3. Blockchaintests DBB und Deutsche Börse erfolgreich

In einer gemeinsam Pressemitteilung der Deutschen Bundesbank und der Deutsche Börse Group wurde bekanntgegeben, dass die Perfomancetests der beiden gemeinsam entwickelten Prototypen zur Wertpapierabwicklung, welche mit Grundlage der Blockchain-Technologie funktionieren sollen, erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Die Prototypen wurden erfolgreich auf der Plattform von Digital Assets und auf Grundlage von Hyperledger Fabric (Version 1.0) in Perfomancetests auf die Probe gestellt.

Die Testergebnisse zeigen, dass beide Prototypen für den Produktivbetrieb von Finanzinfrastruktur geeignet sind und natürlich auch Grundlage für weitere Entwicklungen sein können. Die Prototypen sollen später die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen, Zinszahlungen, Zahlungen und Rückzahlungen bei Fälligkeit einer Anlage unterstützen.

Am 30.10.18 hier gelesen.

 

4. Zcash Hard Fork Sapling bringt viele Upgrades

Nachdem die vorbereitende Overwinter Hard Fork im Juli erfolgreich durchgeführt wurde, war ZCash bereit für die nächste Fork namens Sapling. Diese wurde jetzt bei Block 419.200 aktiviert.

Sapling sorgt dafür, dass die anonymisierten “shielded transactions” bedeutend weniger Gewicht haben. Im Moment funktionieren die Tarnprotokolle oder zk-snarks zwar gut, aber die Transaktionen nehmen viel zu viel Speicherplatz ein. Deswegen sind viele Wallets und Börsen nicht in der Lage, ZCash-Transaktionen abzuwickeln. Nach Sapling wird die Abwicklungszeit um 90% und die Transaktionsgröße um 97% verringert. Die Option der transparenten Transaktionen, die auf der Blockhain leicht nachzuvollziehen sind, sollte komplett verschwinden.

Mit “diversified” Adressen sollte es für Exchanges möglich werden, unterschiedliche Adressen für ein und dasselbe Wallet auszugeben. So können eventuelle Hacker abgelenkt werden.

Um light-clients (die keine Node betreiben) abzusichern, wird auch an einem datensicheren Sapling wallet gearbeitet. Ob dieses für Endverbraucher oder nur Bezahlungsanbieter erstellt wird, ist noch nicht klar.

Die Möglichkeit direkt vom Smartphone eine anonyme Transaktion einleiten zu können, dürfte nicht nur in den westlichen Ländern positiv aufgenommen werden. Zcash ist bereits längere Zeit im südamerikanischen Venezuela aktiv. Hier leidet die Bevölkerung stark unter extremer Inflation der Bolivár. Trotz Einführung der neuen Version mit weniger Nullen geht die finanzielle Krise weiter. Vergleichsweise stabile Kryptowährungen wie Zcash, Dash und Bitcoin sind für viele Bürger die einzige Möglichkeit, Wert zu erhalten und Essen zu kaufen. Die Regierung unter Maduro sieht dies aber als Verrat an, was die Anonymisierung von Transaktionen umso wichtiger macht. Dadurch könnten Zcash und Dash (PrivateSend) in näherer Zukunft noch wichtiger werden.

***Wichtig für ZCash User ist das Updaten vom Wallet. Coins auf dem Sprout-Wallet müssen auf eine neue Sapling-Adresse verlegt werden. Das Tool, was die Migration erleichtert, wird noch veröffentlicht. Die normale Software sollte jetzt schon auf Sapling aktualisiert werden.***

Am 30.10.18 hier, und hier gelesen.

 

5. Und was ist mit Ripple?

Die Verkaufszahlen des XRP, digitales Asset von Ripple, haben sich laut Ripple im dritten Quartal von 2018 verdoppelt. In seinem Marktreport verkündet Ripple, das XRP im Wert von 163.33$ Mio verkauft wurden. Im zweiten Quartal waren es 75,53$  Mio.

Der Marktreport von dritten Quartal 2018 beinhaltet, anders als noch der zum zweiten Quartal, keine Informationen über mögliche neue clients. Weiterhin berichtete Ripple dass im letzten Quartal 3 Billionen XRP aus einem Treuhandkonto freigegeben wurden, von denen 2,6 Billionen auf neuen Treuhandkonten platziert wurden. Die restlichen 400 Millionen XRP sollen genutzt werden um dem Ecosystem von XRP zu unterstützen.

Eine kleine Nebensache: In Australien wurde eine Frau aus der Nähe von Sydney verhaftet, die möglicherweise 100.000 XRP im Wert von 350.000 USD klaute. Die Coins wurden aus dem online Wallet von einem Mann mittleren Alters. Sein Account wurde gehackt und nachdem er zwei Tage ausgesperrt war, hatte der Dieb das Guthaben schon weggeführt. Da XRP seitdem auf ca. 45 Cent gefallen ist, kommt die Beute jetzt “nur” auf 45.500 USD. Am 19. November darf das Ganze einem Richter erklären.

Am 30.10.18 hier und hier gelesen. Den vollständigen Bericht findest du hier.

 

6. Schlechte Laune? Aaaaaaaaand it’s gone

Hi there! Ich bin Lotte und schreibe für Cointrend die wöchentlichen News, Beiträge über Technologie *und* ich sammele die meisten Airdrops für unsere 0-10.000 Challenge. Mit Kursen beschäftige ich mich weniger - dafür weiß ich aber alles über Memes und CryptoKitties =^.^=

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