Bitcoin und Altcoin Kurse steigen und fallen, doch warum solltest du dich mit Kryptowährungen überhaupt auseinandersetzen? Gibt es Dinge, die über die reine Kursentwicklung hinaus betrachtet interessant sind? Dieser Artikel soll dir diese Fragen beantworten, ohne dabei zu technisch zu werden. Dafür stelle ich dir drei Beispiele aus dem Alltag vor. 

Warum Kryptowährungen?

Die Beispiele werden dich hoffentlich auch zum Nachdenken anregen. Du wirst dich immer mal wieder fragen, warum manche Sachen sind wie sie sind und ob sie nicht besser umzusetzen wären.

Um die Antwort vorweg zu nehmen: Ja, vieles geht besser und muss nicht so sein, wie es heute ist. Kryptowährungen sind die Alternative für viele altbewährte Konzepte, aber sie werden noch weiterentwickelt.

Je mehr ich mich mit der Technik und den unterschiedlichen Anwendungen auseinandersetze, desto weniger Zweifel besteht für mich an der Zukunft von Kryptowährungen.

Ich versuche die „Inception“ erstmal in kleinem Maßstab bei dir.

Nummer 1: Überweisungen dauern mehrere Tage

Mein erstes Beispiel ist PayPal, einer der bekanntesten Dienstleister für online Zahlungsverkehr. Diesen Dienst hast du bestimmt selbst auch schon genutzt, um eine Pizza oder eBay Bestellung online zu bezahlen.

Es gibt ein paar Vorteile, die dich von der Nutzung überzeugen sollen.

So ist deine Überweisung sicher. Du kannst den PayPal Käuferschutz nutzen, um dein Geld zurückzuholen, wenn etwas an deinem Artikel nicht passt oder es gar nicht geliefert wird.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Geld beim Klick auf „Kaufen“ direkt beim Verkäufer ankommt. Praktisch für alle, die ein Online-Business betreiben. Ich nutze PayPal auch.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten, die dir erst dann bewusst werden, wenn du PayPal aus einer anderen Sicht kennenlernst UND du die Alternative der Kryptowährungen kennst.

  • PayPal ist eine Plattform und nimmt Gebühren pro Transaktion vom (gewerblichen) Empfänger
  • Überweisungen vom PayPal Guthaben zum Bankkonto dauern mindestens 1 Werktag
  • Dein Geld kann gesperrt werden
  • Der Käuferschutz ist ein Service und keine sofortige Rückbuchung

Gute Alternativen in Form von Kryptowährungen sind PIVX und Nano

Bei Kryptotransaktionen liegt die Kontrolle komplett beim Sender und Empfänger. Sie sind Peer-to-Peer, also gibt es kein PayPal dazwischen, welches einer Partei Gebühren für die Transaktion abzieht. Nano ist komplett ohne Transaktionsgebühren, PIVX kann sowohl ohne Gebühren als auch mit einer Minigebühr für noch schnellere Transaktionen verschickt werden.

Kryptowährungen sind über Kryptografie verschlüsselt und somit vollkommen sicher. Es gibt keine Möglichkeit, die Transaktionen zu fälschen, Kontostände zu manipulieren, oder die Verschlüsselung zu umgehen (hacking).

Der Käuferschutz ist eine nette Idee: Das Geld wird bei Beanstandung zurückgehalten. Der Käufer muss danach trotzdem mit dem Verkäufer regeln, wie es weitergehen soll. PayPal kümmert sich weder um die Kommunikation, noch um die Schlichtung des Konfliktes.

Bei Nano gibt es Schnittstellen (APIs), die bei fehlgeschlagenen Überweisungen den Betrag zurückschicken. Wenn zu viel überwiesen wird, werden die überflüssigen XRB umgehend zurücküberwiesen.

PayPal überweist das Geld nicht wirklich sofort, sondern geht selbst in Vorleistung. Das heißt, sie bestätigen zwar die Transaktion, aber schieben den Betrag von ihrem eigenen Konto rüber.

Willst du dein Guthaben außerhalb von PayPal weiter nutzen, dann dauert die Überweisung zu einem Bankkonto mindestens einen Werktag, im Extremfall sogar 7 Tage. Das habe ich selber erlebt, als ich die Umsätze der Firma über Weihnachten auf das Bankkonto geschickt habe, um damit die regelmäßigen Ausgaben zu begleichen.

Wo ist das Geld in der Zeit? Kommt es wirklich noch an? Wieso macht es dir keine Angst, wenn dein Geld virtuell in der Luft schwebt? Da du es halt nicht anders kennst.

Die normale Banküberweisung kann an mehr als nur einer Stelle schieflaufen. An jedem Pfeil der Grafik, kann dein Geld (in der Theorie) verloren gehen.

Transaktion mit Bankenbeteiligung
Abbildung 1 Mehr auf: https://cointrend.de/bitcoin-einfach-erklaert/

Komplett aufgeschmissen bist du, wenn PayPal dich nicht mehr mag. In den Nutzerbedingungen sind viele Vertragsbestandteile, die gerade für gewerbliche Nutzer sehr nervig sind. Allerdings liest natürlich kaum einer die Bedingungen, bis gewisse Aspekte auf einmal alle Transaktionen unmöglich machen.

Am Anfang meiner gewerblichen PayPal-Erfahrungen lernte ich, dass lediglich 2.000€ auf dem Konto drauf sein dürfen. Ohne eine weitere Verifikation wurde das Konto für Ein- und Auszahlungen komplett gesperrt.

Natürlich habe ich alle Unterlagen nachgereicht und konnte so das Problem wieder gelöst werden. Aber was wäre, wenn ich das Geld dringend gebraucht hätte? Das Problem hat mehrere Tage Zeit gekostet und die Behebung verlief nicht gerade reibungslos.

Bei Kryptowährungen kann ein solcher Fall gar nicht erst auftreten. Ein privates Wallet anlegen, sichern und fertig.

Ein kurzer Vergleich zwischen PayPal und Kryptowährungen:

PayPal PIVX / NANO
Transaktionsdauer Sofort
Abheben 1 Werktag
Sofort
Empfangsgebühren

(Gewerbe)

1,9% + 0,35€ Keine
Sicherheit Käuferschutz Kryptographie
Verifikation (Gewerbe) Vollständige Verifikation Keine Daten notwendig
Kontrolle über Guthaben PayPal / Käufer Benutzer

Fazit: Dies soll keine Hetzkampagne gegen PayPal sein. Im Gegenteil, ich bin froh, dass es Zahlungsdienstleister gibt, die ich einfach integrieren und nutzen kann. Die Vorteile möchte ich auch nicht schlecht reden, denn PayPal bietet noch mehr an, wie zum Beispiel Rechnungswesen. Aber du siehst, dass jeder Service seine Schattenseiten haben kann und es in Kryptowährungen bereits bessere Lösungsansätze gibt. Aus dem Grund habe ich die Nano-Zahlung auf meiner Webseite integriert.

Nummer 2: Kontoführung kostet Gebühren

Girokonten ohne Kosten sind ein Verkaufsargument, dass fast jede Direktbank heutzutage anbieten muss. Doch wieso gibt es überhaupt Gebühren dafür, dass jemand dein Geld für dich verwaltet?

Die Banken argumentieren mit Service Leistungen. Das sind Dinge, die hauptsächlich offline passieren:

  • Ein-/Auszahlungen von Banknoten (oder Münzautomaten)
  • Kontoauszüge
  • „Mehrwerte“ in Form von Dispogrenzen
  • Persönliche Beratung in der Filiale

Ganz ehrlich: Das sind Dinge, die demnächst eh komplett verschwinden werden.

Klar, es müssen Mitarbeiter der Bank bezahlt werden. Aber ich selbst nutze nur noch Onlinebanking. Einen Schalter mit Mitarbeiter habe ich seit Ewigkeiten nicht besucht. Wann war es bei dir das letzte Mal?

Ich bekomme meine Kontoauszüge immer per Post und brauche sie nicht. Sie verschwinden sofort im Schrank oder Papier-Schredder und das wahrscheinlich, da ich zu faul bin, einen Haken bei „Online-Auszüge“ zu setzen.

Geld zahle ich fast nie in Bar ein. Münzen-Rollen habe ich als 10-Jähriger zuletzt mit Begeisterung gemacht.

Es gibt bestimmt noch Menschen, die diese Dienstleistungen nutzen. Diese Gruppe wird aber immer kleiner.

Andere Länder machen es vor.

In den USA zahlst du mit Kreditkarte beim Bäcker. In Deutschland (noch) undenkbar. Generell brauchst du in den USA kaum noch Bargeld.

Ebenso ausgeprägt ist es bei den Nachbarn in den Niederlanden, wo Bargeld immer mehr verweigert wird. Ein Blumenstrauß auf dem Markt, ein Ticket in der Bahn, parken in der Innenstadt – alles geht mit Maestro, einer Kreditkarte oder App.

In China kannst du in vielen Supermärkten bargeldlos mit dem Handy bezahlen. (Jeder Zweite laut Galileo Video)

In ein paar Jahren wird Bargeld verschwunden sein, sowie weitreichend die Nachfrage an den Serviceleistungen. Die Bank verwaltet dann nur noch virtuelle Zahlen. Die Gewinne einer Bank entstehen an anderer Stelle, wenn die Gebühren für Konten keine Haupteinnahmequelle mehr sind. Woher ich das weiß?

Ich habe bei keiner Bank gearbeitet, aber ich kann Eins und Eins zusammenzählen. Vor ein paar Tagen ist mir ein interessanter Flyer der örtlichen Sparkasse in die Hände gefallen. Normalerweise lese ich diese nicht durch. Aber die Unterüberschrift hat mich neugierig gemacht.

„Wenn man für die Nutzung von Produkten bei seiner Sparkasse Rabatt auf den Grundpreis seines Kontos bekommt.“

Hier laufen ein paar Marketing Tricks zusammen.

  1. Rabatt Prinzip – du kannst sparen und das in einem spielerischen System *fun fun fun*
  2. Premium Status – du wirst Platin Member bei einer bestimmten Anzahl von Punkten. Status!
  3. Mehrwert Versprechen – du hast mit den weiteren Produkten auf jeden Fall einen Vorteil

Was macht die Sparkasse hier? Sie erzählt dir, dass du den Beitrag auf dein Konto sowieso bezahlen musst, aber durch mehr Service verringern kannst.

Das eigentliche Ziel ist es, Finanzprodukte zu verkaufen, die viel mehr Provision bringen.

Falls du es nicht wusstest: Deine Bank packt dein Geld nicht in einen Tresor und schließt ab. Sie nutzt es, um an der Börse Gewinne zu machen. Sie verleiht es, um Zinsen zu bekommen. Kurz gesagt: die Banken arbeiten mit deinem Geld. Geht die Bank Pleite, weiß niemand, ob du dein Geld noch hast.

Nun die Lösung: Der Grundgedanke von Bitcoin ist es, Banken überflüssig zu machen. Es gibt niemanden außer dir, der dein Geld verwaltet. Ein Wallet ist kostenlos. Dir werden keine anderen Produkte angeboten, die du vielleicht gar nicht brauchst. Eine Transaktion wird nur durch dich ausgeführt.

Fazit: Banken versuchen die Gebühren für Konten zu rechtfertigen, um dir weitere Produkte zu verkaufen. Meistens bekommst du das gar nicht mit. Es gibt Direktbanken, die dir nur ein Konto anbieten. Auch dort musst du aber mit Werbung rechnen. Dein Gefühl der Sicherheit ist trügerisch. Du vertraust der Bank. Das Vertrauen wurde bisher wahrscheinlich nicht enttäuscht. Doch die Kontrolle hast du nicht. Wenn du ein Bitcoin Wallet anlegst, musst du diese Nachteile nicht hinnehmen.

Die Banken stehen in diesem Beispiel in einem sehr schlechten Licht. Sie werden sich aber selber wieder ins richtige Licht bewegen. Wenn sich Banken nicht weiterentwickeln, werden Menschen zurecht anfangen, die Alternativen zu nutzen.

Nummer 3: Keine Kontrolle!!!! 11elf über deine Altersvorsorge

Beim Investieren denkst du wahrscheinlich langfristiger und spielt deine Rente auch eine Rolle. Die allgemeinen Nachrichten sind aber voll von Inflationsmeldungen und immer geringeren Rentenbescheiden.

Da wird dir schön Angst gemacht. Muss ich im Alter in Armut leben? Bekomme ich überhaupt etwas von dem Staat, wenn ich 50 Jahre oder mehr durchgeschuftet habe?

Alles häufige Fragen im Zusammenhang mit dem Thema.

Dann kommt ein strahlender Ritter auf weißem Pferd in Form eines Finanz- und Assekuranz Beraters daher und klärt dich mal richtig auf.

Assekuwas? Das sind Versicherungsvertreter. 😉

Die Branche verkauft dir Sicherheiten gegen Geld. Ein Sparplan, in irgendeiner Form, ist in jedem Koffer zu finden.

Folgende Argumente hast du vielleicht schon einmal bei einer Beratung gehört:

  • Inflation führt zur Entwertung des FIAT Geldes
  • Für das Alter musst du sparen
  • 3 mögliche Wege: Rentenkasse (staatlich), betriebliche Vorsorge (Zuschüsse von deinem Arbeitgeber) und private Vorsorge (Finanzprodukte)
  • Private Vorsorge bietet die besten Chancen auf lange Sicht gut aufgestellt zu sein

Ich möchte an der Stelle nicht weiter in das Finanzsystem abtauchen. Mir ist nur wichtig, dass du verstehst, dass Berater und Banken dir im Kern dasselbe erzählen.

Die Argumentation ist auch nicht falsch.

Da Geld einfach so gedruckt werden und unendlich vermehrt werden kann, wird es immer weniger wert. In dem Punkt haben die Berater recht. Außerdem stimme ich zu, dass du dein Geld nicht unter dein Kopfkissen packen solltest. Du musst es in Dinge investieren, die wertstabil sind oder sogar wachsen. Diese nennen sich Sachwerte und darunter fallen Aktien, Rohstoffe und andere Anlagen.

Eine einfache Anlage ist ein Fond. Dort werden verschiedene Sachwerte gebündelt und du kannst monatlich einen Teil deines Gehalts investieren.

Was steckt hinter dem Konzept, wenn es über Banken und Versicherungen umgesetzt wird?

Ich habe mal meine eigene Altersvorsorge rausgesucht, um dir ein paar Dinge zu zeigen.

Die Highlights des Produktes sind:

  • Monatlicher Sparplan von min. 50€
  • Fondsanteile werden regelmäßig gekauft
  • Fond ist auf Wachstum ausgelegt und wird professionell gemanaged
  • Geld kann jederzeit entnommen werden
  • Pausen sind möglich
  • Geschätzte jährliche Rendite von ca. 7%
  • Kosten sind transparent aufgeführt

Das Produkt ist im Vergleich viel flexibler und besser als manche Kapitalbildende Lebensversicherung oder die Riester Rente.

Warum habe ich trotzdem ein Problem mit den Versicherungen als Altersvorsorge?

Du kannst die Fonds theoretisch auch selbst kaufen. Die Gesellschaften nehmen dir sehr viel Geld ab, dafür dass sie dein Geld investieren.

4 Jahre lang werden die Kosten für den Vertrag bezahlt. Von den 50€, die du eingezahlt hast, werden für schlappe 6,74€ Anteile am Fond gekauft. Der Rest landet bei der Gesellschaft. Jeder Vertrag dieser Art kostet etwas. In diesem Vertrag wird es dir offen mitgeteilt. Das macht nicht mal jede Versicherung so.

Es gibt Optionen, die Kosten sofort zu bezahlen, aber zum Beispiel Studenten können sich die insgesamt 2076,48€ nicht leisten. Die Werte sind reale Beispiele aus dem Vertrag.

Das ist eine Jahresabrechnung für die Wertentwicklung einer der Policen, die ich abgeschlossen habe: (Ich habe 3 solcher Verträge)

Abrechnung der Wertentwicklung einer Fondspolice
Abbildung 3 Abrechnung der Wertentwicklung einer Fondspolice

Es gibt eine Dynamik in dem Vertrag. Das heißt, dass die Beiträge jährlich erhöht werden. Darum sind die einbezahlten Beiträge nicht rund.

Du liest mehrfach das Wort „Verwaltung“ und „Kosten“. Was wird da verwaltet? Der Zahlungseingang oder die Wertpapiere? Ich weiß es auch nicht, nur dass es abgezogen wird von deinem Wertdepot.

Stell dir folgendes vor: Beschäftige dich nicht weiter mit Kryptowährungen. Bitcoin kaufen kannst du nicht selbst, aber: Du fragst mich, ob ich das für dich erledigen kann. Klar doch! Macht 50,00€ monatlich. Dafür kaufe ich Bitcoin im Wert von 6,74€. Die Bitcoins schicke ich nicht an dein Wallet, sondern teile dir einmal im Jahr mit, wie viel Euro du umgerechnet hast.

Würdest du einschlagen?

Nein, ich auch nicht. Klingt ein wenig unfair dir gegenüber. Aber so ist es in dem Vertrag geregelt, den ich abgeschlossen habe.

Ein weiteres Problem sind große Zahlen und das Alter ist für viele noch zu weit weg. „Altersvorsorge mache ich später. Ich lege 50€ beiseite. Was damit genau passiert, interessiert mich nicht wirklich.“

Das ist deine Schwachstelle. So kriegen dich die Berater.

Die Verträge werden meist bis zum Rentenalter geschlossen. Sei froh, wenn du einen Vertrag hast, der es dir erlaubt, wenn nötig Geld zu entnehmen. Bei mir geht die Laufzeit bis 2054. Für mich ist das noch weit weg. Aufgrund der Laufzeit und angenommenen Zinsen erlauben sich schöne Berechnungen. Bei der Beratung werden dir über 100.000€ Ablaufsumme präsentiert. Und das nur mit 50€ Einsatz.

Realistisch ist das mit Fonds nicht. Sie entwickeln sich in der Regel gut und stabil, die Berechnung, dass du jedes Jahr 7% oder mehr bekommst, passt aber nicht.

Schau dir den Fond aus dem Vertrag von Patrick im Verlauf einmal an:

Fondentwicklung der Police von Patrick
Abbildung 4 Fondentwicklung der Police von Patrick

Eine Steigerung um ca. 46% seit 2011 ist nicht schlecht. Jedoch wurde das Geld nicht am Tiefpunkt investiert. Durch die regelmäßigen Käufe der Anteile ist der Mittlere Einkaufspreis 14,43€ und nicht unter 12,30€. Es wurden weniger Anteile bei höheren Fond-Preisen gekauft.

Verstehe mich nicht falsch. Die Strategie ist nicht schlecht, wenn du davon ausgehst, dass der Fond stabil ist und nachhaltig steigt. Die Strategie kannst du sogar auf Bitcoin anwenden.

Weißt du was? Lass mich den Vergleich einmal durchrechnen. Ich nehme an, dass ich seit 2011 jeden Monat 50€ in Bitcoin investiert hat, statt in seinen Fond.

Die Gesellschaft warnt vor Bitcoin als riskante Anlage, in einem schwer einzuschätzenden und volatilen Markt.

Ich bin kein Fan von Behauptungen. Ich lasse lieber Zahlen und Fakten sprechen.

Der Vergleich Fondssparen vs. Bitcoins sparen

Ich werde die Strategie des Fondsparplans nicht ändern, jedoch entferne ich die Kosten aus den Rechnungen. So hat der Fond vielleicht eine Chance.

  • Keine Kosten für den Kauf > für 100% der eingezahlten Beträge werden Anteile gekauft
  • Kauf der Anteile immer am ersten des Monats
  • Keine Verwaltungskosten
  • 7 Jahre wird gespart (01-2011 bis 12-2017) entspricht 4.200$ oder € eingezahlt (Die Währungsumrechnung vernachlässige ich)

Ergebnisse:

Fondsanteile: 298,26 am 01.12.2017

Fonds Preis: 12,30€ auf 18,00€ (Plus 46%)

Fondswert 2017: 5368,75€ (1.168,75€ Gewinn)

__

Bitcoinanteile: 538,77 am 01.12.2017

Bitcoin Preis: 3,06$ auf 10.859$ (Plus 354.788%)

Bitcoinwert 2017: 5.850.877,30$ (5.846.677,30$ Gewinn)

Schade, du hättest schon Millionär sein können. Das Ganze innerhalb von 7 Jahren mit der gleichen Strategie, wie in deinem Fondssparplan.

Hätte hätte Blockchain Kette. Die meisten Menschen kannten Bitcoin 2011 noch gar nicht. Sie haben entweder gedacht es sei Spielgeld oder haben keinen Zugang zu den damals verwendeten Wallets mehr.

Mit den Kosten in der Berechnung erzielt der Fonds sogar ein negatives Ergebnis. Es wurden real in den ersten Jahren viel weniger Anteile gekauft.

Nun stelle ich nochmal die Highlights beider Herangehensweisen gegenüber:

Klassische Fondspolice Bitcoin
Kosten für den Abschluss Verwaltung Kosten

Abschlusskosten

Geringe Gebühren beim Kauf & Transaktionen
Mindestbeitrag 50€ Keiner
Laufzeit Bis Rente Individuell
Durchschnittliche Rendite jährlich 7%  teilweise über 100%
Auszahlungen jederzeit möglich? Ja Ja
Pausen einlegbar? Ja
(außer für die Kosten)
Ja
Wechsel in andere Anlagen Nein (Fonds ist gebunden) Ja (Kauf von Altcoins)

Insgesamt sieht eine Investition in Bitcoin, wie das bessere Produkt aus. Es kann dir nur niemand verkaufen, weil es keine Kosten und somit keine Provisionen gibt.

Mit meiner Rechnung lässt sich eine weitere, interessantere Frage jetzt schon beantworten.

„Ist es heute noch sinnvoll in Bitcoin zu investieren?“

Kurz gesagt: Ja.

Bitcoin wird noch weiter steigen.

Ist das sicher?

Nein.

Im Fall des Fonds ist es aber auch nicht sicher. Aber sobald Bitcoin gestiegen ist, wird die Blase platzen? Nun, das haben wir in diesem Artikel erklärt.

Kursschwankungen sind bei einer langfristigen Strategie irrelevant. Jahre in denen der Kurs nicht nach oben schnellt sind einfach „Kaufjahre“. Wichtig ist die insgesamt prozentuale Steigerung beim Verkauf. Mehr dazu erkläre ich dir in den weiteren Abschnitten.

Im Kryptobereich heißt dieses langfristige Denken „hodl“. Entstanden aus einem Schreibfehler in einem Forum beschreibt das Wort das lange Halten der Anlage. Kein Kunde der Versicherung hat 2016 nach dem Kurseinbruch gefragt. Sie wissen, dass der Sparplan langfristig ausgelegt ist.

Langfristig ist in beiden Welten nur anders definiert.

  • Klassischer Fond: 7 Jahre für +50%
  • Kryptowährungen: 7 Wochen für +50%

Fazit zu den Beispielen

Ein wenig habe ich mich über die klassischen Banken und Versicherungsgesellschaften aufgeregt. Das Ziel der Kryptowährungen ist es nicht, diese Unternehmen kaputt zu machen, sondern die Welt zu besseren Lösungen zu zwingen.

Es gibt auch im Bank- und Finanzbereich intelligente Menschen, die an mehr als nur deinem Geld interessiert sind. Ich habe die Hoffnung, dass im Finanzbereich demnächst mehr mit den Vorteilen von Kryptowährungen gearbeitet wird. Irgendwann wird der Markt so groß sein, dass er nicht mehr ignoriert werden kann.

In der Diskussion über Jobs und Verbesserung der Lebensqualität durch Kryptowährungen könnte ich jetzt voll einsteigen. Es ist aber besser, einen Gang zurückzuschalten. Die Beispiele habe ich nur herangetragen, um dich ein wenig wach zu rütteln.

Meine Erwartung ist nicht, dass du deine komplette Weltanschauung durch die drei Beispiele verändern wirst. Aber vielleicht erkennst du, welche Alternativen und Verbesserungen Kryptowährungen dir heute schon bieten.

Hast du auch einfache Beispiele schon selbst erlebt? Pack sie in die Kommentare!

Wer schreibt hier? Ich bin Patrick und bin für die Webseite und einige Grundlagen Themen zuständig. Das Krypto-Traden bringe ich mir in einer Situation bei. Meine echten Investitionen sind langfristig. Des Weiteren mache ich Videobearbeitung, Grafiken und sehr viel rund um das Projekt cointrend.de.

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